EMSTEKERFELD - Besucher können sich noch auf zwei Aufführungen am Wochenende freuen. Gespielt wird im Pfarrheim Sankt Bernhard in Emstekerfeld.

von bodo meier

EMSTEKERFELD - Wenn sich drei Frauen im Dorf gegen ihre Männer „verschwestern“ und ihnen den Kampf ansagen, kann das nur eines heißen: Da steckt eine andere Frau hinter. Die Theatergruppe der Kolpingfamilie Emstekerfeld zeigt sich mit dem plattdeutschen Dreiakter „Mehlpüüt mit Beern“ in gewohnter Weise höchst professionell und sorgt für beste Unterhaltung sowie Bauchschmerzen vom Lachen.

Es fängt alles mit dem Kinofilm „Der kitzlige Punkt“ und dem anschließenden Auftritt einer jungen Tänzerin an. So lernen der Wirt Simon (Michael Grote), Bauunternehmer Günter (Theo Bahlmann), Kolonialwarenhändler Herbert (Tobias Spils) und Zeitungsverleger Harald (Georg Haase) die attraktive Tänzerin Carmencita del Ebro (Manuela Frye) kennen. Die junge Brasilianerin zeigt im Film und auf der Bühne mehr als sie verhüllt und verdreht den „alten Böcken“ gehörig den Kopf. Obendrein logiert sie in Simons Wirtshaus.

Schnell kommen Simons Frau Centa (Doris Tepe), Günters Frau Ella (Hildegard Heidkamp) und Haralds Frau Elisabeth (Hildegard Hachmöller) hinter die Ursache des gestörten Hormonhaushalts ihrer Männer und machen Front gegen ihre Gatten. Statt ihnen das Essen zu kochen, wollen sie in „geheimen Sitzungen“ bei Sport und Wellness mit dem Antlitz der „verführerischen Paradiesschlange“ gleichziehen. Dass die „brasilianische Hupfdohle“ nix von ihren Kerlen wissen will, können die zu richtigen Furien mutierenden Frauen nicht ahnen. Eine Rolle spielt dabei ein gewisser Johann Müller, der vor langer Zeit auswanderte und der Stifter des Dorftheaters ist. Natürlich könne die heißblütige „amerikaonische Bräärhopperin“ Müller nicht kennen, legten die Möchtegernliebhaber fest. Schließlich sei „Buenos Aires doppelt so groß wie Lankum“.

Während Harald durch überzogene Zeitungsartikel die Situation verschärft, bewaffnen sich die Frauen mit Schrubber und Nudelholz, um ihre Kerle schließlich unangespitzt in den Boden zu hauen, „dass sie das Grundwasser gurgeln hören können“.

Ob die Geschichte, die Günter Drewes ins Plattdeutsche übersetzt und bearbeitet hat, gut ausgeht, ist noch am Sonnabend, 10. Februar, und Sonntag, 11. Februar, jeweils um 19.30 Uhr im Pfarrheim Sankt Bernard Emstekerfeld zu erfahren.