Seefeld - Rechtzeitig zu Beginn der Touristensaison ist die Seefelder Mühle nach längerem Stillstand wieder voll funktionstüchtig. Das soll am Himmelfahrtstag, 14. Mai, ab 11 Uhr gefeiert werden.

Dazu sind alle Freunde der Mühle in dem Bauwerk an der Hauptstraße 1 willkommen, das technisches Denkmal und Kulturzentrum zugleich ist. Mitfeiern wollen auch alle an der Renovierung Beteiligten und die Seefelder Mitglieder des Arbeitskreises Dorferneuerung, teilt Bärbel Logemann, die Vorsitzende des Trägervereins Seefelder Mühle, mit.

Neben Bärbel Logemann werden auch Bürgermeister Klaus Rübesamen, Landrat Thomas Brückmann und der Freiwillige Müller Gerhart Krutschinna sprechen. Der 77-jährige Krutschinna hatte sich ehrenamtlich um die aufwendige Renovierung gekümmert (die NWZ  berichtete).

Nach der kurzen Feier stehen Mühle und Freiwillige Müller bis 18 Uhr für technische Führungen bereit; die Ehrenamtlichen freuen sich auf die Fragen der Gäste. Auch die Motormühle soll sich wieder drehen, so dass die Besucher frisch gemahlenes Weizenmehl und Roggenschrot in kleinen Gebinden kaufen können.

Wer sich nicht so sehr für die Mühlentechnik interessiert, sondern eher für das Leben, das sich in früheren Jahrzehnten in der Mühle abgespielt hat, sollte an einer der historischen Führungen teilnehmen, die, wie immer, um 12 und um 15 Uhr beginnen. Die Müllertochter, der Mühlenbauer, die Hebamme, die Näherin, die Waschfrau, der Altgeselle und die Müllerin: Sie alle werden von damals erzählen. Laiendarsteller sind, wie berichtet, in diesen Rollen zu erleben.

Für musikalische Unterhaltung ist ganztägig gesorgt: Das Trio Pickin‘ Berries spielt Folkmusik und selbstkomponierte Stücke. Im Garten des Müllerhauses lassen sich Ivo Gohsmann und seine Steinbildhauer bei der Arbeit zusehen. Geschäftsführerin Julia Vogel und ihre Mitarbeiterin Leonie Lagemann drucken mit Kindern Stofffarben auf kleine Kornsäcke. Und selbstverständlich serviert das Mühlencafé heiße Suppen und leckere Kuchen.