Hude - Voll wurde es am Freitagabend in der Peter-Ustinov-Schule. Auf Einladung von Bürgermeister Holger Lebedinzew kamen rund 150 Vertreter aller Vereine in der Gemeinde zur Feier des Tags des Ehrenamtes zusammen.

„Ich habe mir erlaubt, den Modus des Ehrenamtstages zu verändern“, sagte Lebedinzew. In den vergangenen 15 Jahren seien die jährlichen Preise für herausragendes Engagement in verschiedenen Kategorien verliehen worden. „Ich möchte allen Vereinen, Institutionen und Einrichtungen die Gelegenheit geben, an unserem Ehrenamtstag in geselliger Runde miteinander ins Gespräch zu kommen“, begründete der Bürgermeister die Neuerung.

Damit wolle er den Vereinen die Entscheidung überlassen, wen sie zu dem Abend entsenden wollen und wer somit den Dank des Rates und der Verwaltung entgegen nehmen darf. Sein Dank gelte allen ehrenamtlich Tätigen, so der Bürgermeister.

Eine Preisübergabe gab es dennoch. Die Ehrenamtlichen, die im vergangenen Jahr geehrt wurden, bekamen für den „Wanderpokal“ eine kleinere Ausführung des Preises.

Rund 150 Vereine seien derzeit auf der Homepage der Gemeinde sortiert nach Rubriken aufgelistet – neue kämen stetig hinzu, sagte Lebedinzew. Der Abend diene der Geselligkeit und dem Gespräch. Auch der Frage nach den Flüchtlingen nahm sich der Bürgermeister an. Wichtig sei vor allem ihre Integration, betonte er. „Gerade hier zeigt sich ein neues Engagement der vielen Huderinnen und Huder“, lobte er. „Eine echte, große Bereitschaft zur Hilfe ist das beste Rezept zum gegenseitigen Nutzen.“

Eine Gruppe von rund 20 Personen habe sich als Flüchtlingsinitiative zusammengefunden, um den Flüchtlingen als Ansprechpartner zur Seite zu stehen, führte er aus. „Fahrten zum Arzt, Erklärungen zum Formular-Dschungel, Sprachförderunterricht, Einrichtung von Wohnungen, Organisieren von nützlichen Gegenständen für das tägliche Leben – alles in dieser Richtung wird durch die Initiative geleistet“, zählte Lebedinzew auf. „Hierfür spontan ein großes Dankeschön!“

Auch Sportvereine seien in diesem Bereich sehr aktiv, unterstrich er. So hätten beispielsweise der TV Hude und viele Flüchtlinge gemeinsam die Beachvolleyballfelder für die Saison hergerichtet. „Das, was man gemeinsam aufbaut, verbindet mehr, als jede einseitige Unterstützung“, erklärte der Bürgermeister.