Schlutter - Das Plattdeutsche war ihm eine Herzensangelegenheit: Kord Struthoff pflegte und förderte die Sprache in der Speelkoppel Hoyerswege, deren Vorsitzender und Speelbaas er lange war, und bei den Plattsnackern im Ortsverein Schlutter-Holzkamp-Hoyerswege. Jetzt ist seine Stimme verstummt: Nach längerer Krankheit ist Kord Struthoff am Freitag im Alter von 68 Jahren verstorben.
Seit 1966 war für den gebürtigen Ganderkeseer die Speelkoppel das große Hobby: zunächst als Schauspieler, von 1988 bis 2006 als Vorsitzender und bis zuletzt als Regisseur. Auch das aktuelle Lustspiel „Nich Heven und nich Höll“ hat er mit der Laienspielschar noch einstudiert. „Dass er das Stück vor kurzem noch sehen konnte, war für ihn eine große Freude“, sagt Speelkoppel-Vorsitzender Herwig Kunst. „Da hat er uns noch ermuntert: Macht weiter Theater!“ Kord Struthoff werde der Speelkoppel sehr fehlen, so Kunst.
Ein besonderes Anliegen war Struthoff die Weitergabe der plattdeutschen Sprache an die jüngeren Generationen: 2007 gründete er mit seiner Frau Karla die Kinder- und Jugendgruppe der Speelkoppel. Die Arbeit mit dem Nachwuchs hat ihm bis zuletzt großen Spaß bereitet.
Auch in anderen örtlichen Vereinen und im Dorfleben hat sich Kord Struthoff vielfältig eingebracht. Mit seiner Frau und den zwei Kindern trauern viele in Schlutter, Hoyerswege und Holzkamp um einen immer hilfsbereiten und engagierten Mitstreiter.
