Schönemoor - Manch einer verließ am Donnerstagabend die Allee vor der St. Katharinen-Kirche in Schönemoor mit zerknirschter Miene: Wer gehofft hatte, sich an der Abendkasse noch ein Ticket für die einzige Veranstaltung des Gartenkultur-Musikfestivals im Gemeindegebiet sichern zu können, wurde – wenn er nicht gleich zu Einlass-Beginn gekommen war – enttäuscht.

„152 Karten haben wir im Vorverkauf ausgegeben und noch einmal elf an der Abendkasse“, berichtete Hardy Merchel von der regioVHS, die das Konzert zusammen mit der Kirchengemeinde Schönemoor veranstaltete. Damit seien schon weit mehr Zuhörer eingelassen worden als ursprünglich vorgesehen.

Diejenigen, die bei den begehrten Karten zum Zuge gekommen waren, erlebten in der rappelvollen St. Katharinen-Kirche ein Programm, das zum milden Sommerabend kaum passender hätte gewählt sein können. Mit dem „Raimund Moritz Trio“, bestehend aus Raimund Moritz (Saxofon), Martin Flindt (Gitarre) und Hervé Jeanne (Kontrabass), stand ein Profi-Ensemble auf der Bühne (genauer gesagt: im Altarraum), das die Jazz-Standards aus den 30er und 40er Jahren gut gelaunt und lässig aus dem Ärmel schüttelte.

Für Pastorin Susanne Wöhler bot sich nach ihrer Begrüßung zusammen mit Dr. Wiebke Steinmetz von der regioVHS ein ungewohnter Klangeindruck – ist doch in „ihrer“ Kirche an Konzert-Abenden üblicherweise Klassik zu hören. „Jazz gab es in Schönemoor, jedenfalls seit ich hier bin, noch nicht“, sagte die Pastorin. Gleichwohl gefalle ihr die Musik des Trios sehr.

Die Pause zwischen den beiden Konzertblöcken verbrachten die gut 160 Zuhörer auf der Allee vor der Kirche, wo es Käsespieße und Canapés sowie kühle Getränke gab. Den Ausschank hatte der Rotary-Club Ganderkesee zugunsten der Bücherei der Kirchengemeinde St. Katharinen übernommen.

Noch bis zum 31. August dauert das Musikfestival im Nordwesten, das der Kommunalverbund Niedersachsen/Bremen koordiniert.

Karoline Schulz
Karoline Schulz Redaktion Ganderkesee