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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Andrzej Wajda Ist Tot: Er war ein Titan des polnischen Kinos

11.10.2016

Warschau Der polnische Regisseur und Oscarpreisträger Andrzej Wajda ist tot. Er starb am Sonntagabend im Alter von 90 Jahren, wie das polnische Filminstitut auf seiner Webseite mitteilte. „Es ist ein riesiger Verlust für die polnische Kultur“, hieß es. Das Institut würdigte Wajda als „große und außerordentliche Persönlichkeit der polnischen Filmkunst“.

Auch zahlreiche polnische Schauspieler und Filmschaffende, die mit Wajda zusammengearbeitet hatte, trauerten um den verstorbenen Theater- und Filmregisseur. Sie würdigten ihn als „Meister seiner Kunst“, „große Autorität“ und „Mentor“. Das polnische Kino werde lange um ihn trauern, hieß es. Zu Wajdas größten Werken zählen „Das gelobte Land“, „Danton“ oder „Der Mann aus Marmor“ zählten. Im Jahr 2000 erhielt Wajda einen Oscar für sein Lebenswerk.

Nach Medienberichten war Wajda krank gewesen und vor wenigen Tagen in ein Krankenhaus gebracht worden. „Wir haben gehofft, dass er wieder rauskommt“, sagte der polnische Drehbuchautor und Regisseur Jacek Bromski dem Sender TVN 24. Trotzdem sei Wajdas Tod für ihn überraschend gekommen.

Ende September hatte der 90-Jährige noch beim polnischen Filmfest in Gdynia seinen neuesten Film „Powidoki“ („Nachbilder“) vorgestellt. Er handelt vom polnischen Maler Wladyslaw Strzeminski (1893-1952), der sich der kommunistischen Regierung widersetzt hatte. „Ich habe einen Film gemacht, der zeigt, dass das Eingreifen in die Kunst nicht Aufgabe der Regierung ist“, hatte Wajda in einem Interview mit der Nachrichtenagentur PAP gesagt. Der Film ist Polens Kandidat für den besten fremdsprachigen Oscar.

Die komplizierte, dramatische Geschichte seiner Heimat prägte immer wieder Wajdas Werk. Er galt als einer der größten Regisseure in der Geschichte des polnischen Kinos und war Mitbegründer der polnischen Filmhochschule.

Der in Suwalki in Nordostpolen geborene Regisseur hatte an der Filmschule in Lodz studiert. Bereits seine ersten Filme - „Eine Generation“ (1955), „Der Kanal“ (1957) und „Asche und Diamant“ (1958) gelten bis heute als Meisterwerke und Klassiker der „polnischen Filmschule“. In diesen Filmen setzte sich der Regisseur mit der Kriegszeit und der Machtübernahme durch die Kommunisten nach 1945 auseinander.

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