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„Erfolgsmodell sucht Seinesgleichen“

Frage:

Herr Plaisier, kennen Sie den Fasching in Ganderkesee?

Plaisier:

Ja, ich bin zum dritten Male hier. Mir war in der Vergangenheit des Öfteren erzählt worden vom Fasching in Ganderkesee. Neider meinten, „die machen alles mit Geld.“ Aber wenn man hier ist, merkt man, dass das ganz anders ist. Die Menschen sind aufgeschlossen, sehr herzlich. Es ist die Herzlichkeit, die hier im Vordergrund steht.

Frage:

Wo liegt der Unterschied zwischen dem Karneval im Rheinland und dem Fasching in Ganderkesee?

Plaisier:

Der Unterschied ist gar nicht so groß. Manche Kölner meinen, sie hätten den Fasching erfunden. Aber das ist falsch. Die norddeutsche Fassnacht ist der älteste Karneval in Deutschland.

Frage:

Und was ist mit der sprichwörtlichen Sturheit der Norddeutschen?

Plaisier:

Der Norddeutsche ist ja nicht grundsätzlich stur. Er hat eine ehrliche Art der Freude, er lacht nicht über alles.

Frage:

Darf sich Ganderkesee Faschingshochburg nennen?

Plaisier:

Ja. Weil das, was hier geschaffen wurde, Seinesgleichen sucht. Dass sich viele Vereine zusammenschließen, einzig mit dem Ziel, gemeinsame Faschings-Großveranstaltungen zu organisieren, ist eine Besonderheit, die auch die Stärke des Ganderkeseer Faschings ausmacht. Das ist ein Erfolgsmodell. Es gibt keine Verzettelung bei den Ressourcen.

Frage:

Hat der Fasching in Zeiten des Internets eine Zukunft?

Plaisier:

Ja. Früher saßen wir Norddeutschen im Kämmerchen und haben Karneval gefeiert. Die neuen Medien haben beigetragen, den Karneval auch hier publik zu machen. Die Leute sehen etwas im Internet und bilden daraufhin Gruppen. Auch kommen Vereine auf uns zu und wollen teilnehmen.kk

Auch Johann Plaisier, Vize-Präsident des Karnevalsverbandes Niedersachsen, schaute sich das Büttenabendprogramm an. Fragen dazu an den Faschingsfreund aus Bremervörde.

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