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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Erklärer im grünen Pullover

14.10.2013

Oldenburg Er weiß, warum die Banane krumm und der Himmel blau ist. Genauso gut kann er erklären, wie ein Regenbogen entsteht oder Gummibärchen produziert werden.

Generationen von Kindern und Jugendlichen sind mit ihm aufgewachsen. Auch als Erwachsene sitzen viele von ihnen noch immer jeden Sonntag um halb zwölf vor dem Fernseher, wenn der inzwischen 61-Jährige den Dingen auf den Grund geht. Die Rede ist von Christoph Biemann, Autor und Filmemacher aus der Sendung mit der Maus – und einer der Hauptdarsteller neben Maus, Elefant und Käpt’n Blaubär.

Immer anschaulich

Spannende Fragen beantworten, Zusammenhänge anschaulich erklären – das könnte er doch auch auf der Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse (2. bis 12. November) machen, dachte sich Projektleiterin Regina Peters und lud Biemann ein. Denn die Kibum will es in diesem Jahr wissen und widmet sich dem Genre Sachbuch.

In den Einspielern der Lach- und Sachgeschichten kommt „der Christoph“ mit seinem Schnauzbart und dem grünen Pullover manchmal etwas tollpatschig daher. Dabei schafft er es aber gleichzeitig, komplizierte Dinge einfach zu erklären und auf den Punkt zu bringen. „Wer lacht, lernt schneller. Humor kann Blockaden lösen“, verrät Biemann sein Erfolgsgeheimnis.

„Wichtig ist, dass bei einem selbst der Groschen fällt“, beschreibt der Autor: „Und dann sollte man nicht so tun, als ob man das alles schon immer wusste.“ Anschaulich erzählen und beschreiben, aber nie belehren, lautet die Maxime. „Wer Kindern etwas erklären kann, kann das auch bei Erwachsenen“, hat der zweifache Vater (Tochter 40, Sohn 16) festgestellt. „Als ich meinen Kindern vorgelesen habe, merkte ich, wie man formulieren muss, um verstanden zu werden.“

Dabei liegt die Kunst seiner Meinung nach im Weglassen: „Ingenieur- oder Spezialistenwissen ist gar nicht gefragt.“ Zu viele Details verwirren. Aber genau das will Biemann in der ohnehin schon „komplizierten Welt“ vermeiden. „Wir leben in einer Wissensgesellschaft, in der jeder verstehen will“, sagt er. Darauf führt er auch den aktuellen Boom der Sachbücher zurück.

Die Atommaus

Ebenso wie gut gemachtes Fernsehen können sie den Kindern Anschub geben, selbst auf Entdeckungsreise zu gehen. Viele Ideen kommen allerdings auch von den Mädchen und Jungen selbst. „Man glaubt manchmal gar nicht, was sie so alles interessiert.“

Tabus gibt es für Biemann nur wenige, aber es gibt sie: „Wenn etwa die Gefahr besteht, religiöse Gefühle zu verletzen, lassen wir die Finger von den Themen.“ Auf der Kibum stellt der Wahl-Kölner seine Bücher der Entdeckungen und der Experimente vor. Wie kommt das Ei in die Flasche? Wie funktioniert eine Brauserakete?

Biemann weiß, wie es geht, und nach der Veranstaltung dürften auch die jungen Besucher schlauer sein. Erst dann zieht „der Christoph“ seinen grünen Pullover wieder aus. Seit seinem Film über die „Atommaus“ 1988 ist der sein Markenzeichen und so etwas wie Dienstkleidung geworden. „Etwa zehn Exemplare besitze ich inzwischen“, verrät er – dieses Mal – ein offenes Geheimnis.

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