Ramsloh - Eine würdige Verabschiedung haben die Katholiken in St. Jakobus Saterland ihrem Pfarrer Ernst Halbe am Sonntag bereitet. Zahlreiche Fahnen- und Bannerabordnungen der Vereine und Verbände aus den Gemeindeteilen Sedelsberg, Scharrel, Strücklingen und Ramsloh hatten sich zum Festgottesdienst aus Anlass der Verabschiedung des Geistlichen beim Pfarrheim in Ramsloh eingefunden.

Zuvor zelebrierte Halbe gemeinsam mit Kaplan Asirvatham Rajendran und Diakon Heinrich Thoben den Festgottesdienst. Mitgestaltet wurde die Messe von der Chorgemeinschaft Scharrel-Strücklingen. Unter dem Motto „Alles hat seine Zeit“ erinnerte Pfarrer Ernst Halbe in einer sehr nachdenklichen Predigt an sein vierjähriges Wirken im Saterland. „Ich habe im Saterland eine sehr bewegende bis stürmische Zeit, aber auch eine erfüllte Zeit erlebt. Ich habe immer gegeben, was ich geben konnte, aber diese Zeit ist nicht spurlos an mir vorübergegangen – und auch habe ich nicht alle erreichen können. Einige hier haben auch mich enttäuscht und einige habe ich als Wölfe im Schafspelz erlebt,“ betonte Pfarrer Halbe in seiner Predigt.

Georg Pugge Vorsitzender des Pfarreirates der Pfarrgemeinde St. Jakobus Saterland erinnerte im Anschluss an den Gottesdienst daran, dass Pfarrer Ernst Halbe im Dezember 2010 als leitender Pfarrer ins Saterland gekommen sei. „Sie übernahmen eine Aufgabe, die von starken Herausforderungen geprägt war, eine Gemeinde mit 8000 Katholiken, bestehend aus vier ehemals selbstständigen Gemeinden. Die Fusion war auf dem Papier vollzogen, aber auch nach zweieinhalb Jahren war und konnte noch nicht alles perfekt umgesetzt sein. Es gab manche Diskussion und es war nicht immer leicht einen gemeinsamen Weg zu finden,“ betonte Pugge.

Danke sagte Pugge dem leitenden Pfarrer für viele bauliche Umsetzungen und seinen Einsatz bei den vielen Aufgaben im Bereich Verwaltung und Finanzen sowie für sein seelsorgerisches Wirken. Für seine neue Wirkungsstätte in Südafrika wünschte Pugge Pfarrer Halbe alle Gute, Kraft bei der Verkündung des Evangeliums sowie Gottes reichen Segen. Gemeinsam mit Marlies Hinrichs überreichte er als Erinnerung einen Strohhut. Die Messdiener überraschten ihren Pfarrer jeweils mit einer weißen Rose.

Für die politische Gemeinde dankte Bürgermeister Hubert Frye dem Geistlichen für die allzeit konstruktiven und harmonischen Gespräche und die gute Zusammenarbeit bei den vielen gemeinsamen Belangen.

Pfarrer Halbe verlässt das Saterland um neue seelsorgerische Aufgaben im südafrikanischen Randburg zu übernehmen.