Petersdorf - „Wir sind sehr mit dem Besuch zufrieden“, freute sich Gerd Preuth. Er ist der Vorsitzende des Bezirks Petersdorf des Böseler Heimatvereins. Der Verein hatte am Sonntag das zweite Kartoffelfest in Petersdorf ausgerichtet – ein Beitrag anlässlich des Plattdeutschen Jahres in der Gemeinde.
Bereits der Gottesdienst auf dem Festplatz bei der Mehrzweckhalle war gut besucht. Pfarrer em. Hubert Moormann zelebrierte eine hl. Messe in plattdeutscher Sprache. Anschließend eröffnete Gerd Preuth das Kartoffelfest. Grußworte auf Platt hielten der stellvertretende Bürgermeister Ludger Beeken und der Vorsitzende des Heimatvereins, Gerd Höffmann. Beeken führte aus, dass er selbst als Schüler die Kartoffeln nach alter Art mitgeerntet habe, um sich in den Herbstferien, die damals Kartoffelferien hießen, ein Taschengeld zu verdienen.
Interessante Vorführungen gab es für die Besucher. Ein Pferdewagen kam mit den geernteten Kartoffeln, die Gerd Preuth angebaut hatte. Mit Hilfe einer historischen handbetriebenen Kartoffelsortiermaschine wurden die Knollen sortiert. Viele Besucher deckten ihren Kartoffelbedarf für die nächsten Wochen ab und kauften erntefrische Knollen.
Die Küchen konnten am Sonntag kalt bleiben: Die Petersdorfer hatten einiges Kulinarisches „Rund um die Kartoffel“ vorbereitet. So konnten die Besucher zwischen Kartoffelpuffern, Kartoffelpizza, Kartoffelsuppe und Reibekuchen wählen.
Für Abwechslung sorgten zwei Petersdorfer Damen mit ihren plattdeutschen Dönkes sowie der Sing- und Spielkreis Petersdorf unter der Leitung von Maria Anna Brinkmann. Die Frauengemeinschaft Marianische Congregation lud zu Kaffee- und Kuchen ein.
