Bösel - „Dat wichtigste Ereignis för Borsla is natürlick die Borsla-Preisverleihung“, begann Vorsitzender Dr. Josef Willer seinen Jahresrückblick auf der Mitgliederversammlung der Borsla Vereinigung für niederdeutsche Sprache und Literatur e.V. Bösel im Gasthof Sommer. Die Versammlung wurde selbstverständlich in plattdeutscher Sprache abgehalten.

Borsla-Preisträgerin wurde im vergangenen Jahr – wie berichtet – Christina Sufka aus Ilsede bei Peine mit dem Gedicht-Zyklus „Henrike“. Die Jury, die sich aus Oberamtsrat Günter Kühn aus Oldenburg, Oberstudienrat Erhard Brüchert aus Bad Zwischenahn und Universitätsprofessor Dr. Hermann Gelhaus zusammensetzte, hatte sich für Sufka entschieden. Die Preisträgerin ist in Bösel nicht unbekannt, sie gehörte in früheren Jahren der Jury an.

Die Laudatio bei der Preisverleihung im Heimathuus hielt Universitätsprofessor Dr. Hermann Gelhaus, die Festansprache Ulf Thiele, Generalsekretär der CDU in Niedersachsen.

Ein voller Erfolg war der Plattdütschke Aobend Anfang März. Hier waren im ersten Teil Kindergartenkinder sowie Schüler vertreten. Im zweiten Teil stellten Bernd Schürmann und Dr. Josef Willer Texte von Dr. Hubert Burwinkel vor.

Die Borsla-Vereinigung zählt zurzeit 27 Mitglieder. Das Aushängeschild der Vereinigung ist der Borsla-Preis. Der Preis für 2014, der mit 3000 Euro dotiert ist, ist ausgeschrieben. Erste Einsendungen liegen bereits vor.

Die Preisverleihung soll am 8. November sein. Als Festredner konnte der aus Bösel stammende Dompropst und Offizial Kurt Schulte gewonnen werden. Für Freitag, 13. März 2015, ist wieder ein Plattdeutscher Abend geplant.