Waddens - Äußerst gesellig ging es am Sonnabendvormittag in der Waddenser Gaststätte De Butjenter zu. Denn die rund 25 Mitglieder des Waddenser Seniorenclubs feierten das 40-jährige Bestehen ihrer Gemeinschaft. Nach einem kurzen Festgottesdienst, Empfang und Grußworten von Pastor Hartmut Blankemeyer und der Krankenhaus-Seelsorgerin Sonni Schmidt-Meenen klönten die Waddenser Senioren bei Essen und Trinken in gemütlicher Runde.
Da wurden zahlreiche Erinnerungen an alte Zeiten ausgetauscht, eine Fotowand erinnerte an die vielen Freizeitaktivitäten der Gruppe. Die Theologin Sonni Schmidt-Meenen, die von 1983 bis 1992 als Pfarrerin in Waddens arbeitete, war eigens aus der Lutherstadt Wittenberg angereist, um den runden Geburtstag des Seniorenclubs mitfeiern zu können. „Das ist schon gefühlte eintausend Jahre her, dass ich hier angefangen habe“, erinnerte sie sich. „Aber ich habe in Waddens als Berufsanfängerin damals viel gelernt und es ist schön, heute viele alte Gesichter wiederzusehen. Und natürlich die Kirche.“
Edith Büsing, Hela Menzel und Inge Behrmann, das waren die Frauen der ersten Stunde des Waddenser Seniorenclubs. Sie wollten im Sommer 1976 in dem Wurtendorf ein eigenes Angebot für die Senioren im Dorf ins Leben rufen. Anfangs traf man sich noch im Wohnzimmer des damaligen Pastors Friedrich Trentepohl. Heute werden die Räumlichkeiten des Spielkreises im Pfarrhaus genutzt. Jeden dritten Dienstag im Monat treffen sich die Senioren dort.
Nach einer kurzen Andacht mit Pfarrer Klaus Braje gab es Kaffee und Kuchen für alle. „Ich komme immer gerne, mag es, mit den anderen zusammen zu sein, mich zu unterhalten“, sagte Karin Schmidt. Die 78-jährige Waddenserin ist seit 2002 Mitglied des Seniorenclubs. „Und es ist auch keine Selbstverständlichkeit, dass die Leitung für uns alle Kuchen backt und uns solche schönen Nachmittage verschafft. Und das alles ehrenamtlich “, ergänzte Ingrid von Atens, die anlässlich des 40. Geburtstags sogar eine Bierzeitschrift verfasst hatte.
Die Senioren in Waddens sind eben aktiv, egal, ob sie sich zum Spiele- oder Bastelnachmittag, Grünkohlessen, Grillen, zur Weihnachtsfeier oder zum Luftkegeln treffen. Mitunter werden auch Themennachmittage veranstaltet, zu denen Referenten eingeladen werden. Und zweimal gibt es im Jahr eine Fahrt ins Blaue, bei der die Senioren das Reiseziel erraten müssen.
„Wir haben sehr fitte Senioren“, sagte Tineke de Witte, die seit sieben Jahren mit von der Partie ist und gemeinsam mit Ute von Atens, Renate Hibbeler, Marika Stolle und Theda Penshorn den Vorstand bildet. Das älteste Vereinsmitglied mit bald 101 Jahre ist übrigens Fritz Hübler. Er lebt wie einige andere Mitstreiter des Waddenser Seniorenclubs im Seniorenzentrum Burhave.
