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Frage:
Herzlichen Glückwunsch zum ersten Platz, Herr Schillo. Was machen Sie denn mit dem Preisgeld?
Schillo:
Nichts besonderes, erstmal die vorhandenen Löcher stopfen. Im Moment sind schwierige Zeiten für Keramiker. Das sind ja auch eher Luxusartikel, da kaufen die Leute nicht mehr soviel.
Frage:
Seit wann sind Sie denn schon Keramiker?
Schillo:
Ich habe erst eine Ausbildung zum Scheibentöpfer bei Peter Seekirchen in Königswinter gemacht, und danach Freie Kunst mit dem Schwerpunkt Keramik an der Fachhochschule Koblenz studiert. Seit fünf Jahren habe ich eine kleine Werkstatt in Bonn. Zweimal im Jahr findet da eine Atelierausstellung statt. Ansonsten bin ich auf Töpfermärkten unterwegs oder stelle in Galerien aus.
Frage:
Was ist denn das besondere an Ihren Arbeiten?
Schillo:
Ich arbeite mit hellbrennendem Westerwälder Steinzeugton. Gebrannt wird der dann im Elektroofen. Mir ist es wichtig, dass die Arbeiten keine Feuermale oder Verkrustungen haben, sondern gleichmäßig gebrannt werden. Ich arbeite an der Drehscheibe, baue aber auch frei auf. Die Glasur spritze ich auf, damit eine einheitlich glatte Oberfläche entsteht. Meine Arbeiten sind meistens schwarz oder weiß und matt. Ich finde, Farbe sollte nicht von der Form ablenken.
Frage:
So wie bei Ihren beiden Objekten für die Themenausstellung?
Schillo:
Ja genau. Das sind ja eigentlich noch Gefäße, die allerdings durch Verfremdung zu Objekten werden. Mich interessiert genau dieses Thema. Also, wann sich das Gefäß auflöst und zum künstlerischen Objekt wird.
Frank Schillo (34), Keramiker aus Bonn und Keramikpreis-Gewinner, über Gebrauchsgegenstände und Objekte.