Cloppenburg - Zu einen „Märchenabend für Frauen“ hatten die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Cloppenburg, Ursula Brokamp, und Brigitte von Häfen in den Dorfkrug des Cloppenburger Museumsdorfes eingeladen. Vor 150 Frauen erzählten Conny Sandvoß aus Lohne, Lothar Kempe aus Velen und Dr. Heinrich Dickerhoff aus Stapelfeld Märchen, die ihren Ursprung in irischen Erzählungen und Mythen haben.
„Wir freuen uns sehr über die positive Resonanz. Unser Märchenabend vor zwei Jahren war bereits ein großer Erfolg und wir wurden immer wieder gebeten, ihn noch einmal zu wiederholen. Als der Termin für den zweiten Märchenabend bekannt wurde, waren die Karten innerhalb kürzester Zeit ausverkauft“, freute sich von Häfen, die gemeinsam mit Brokamp die Organisation des Abends ehrenamtlich übernommen hatte.
Große gläserne Kerzenleuchter auf den festlich geschmückten Tischen und die ganz besondere Atmosphäre des historischen Dorfkrugs sorgten für das passende Ambiente. Die passionierten Märchenerzähler entführten die Besucherinnen in die magische „Anderswelt“, wo Wünsche und Märchen noch wahr werden.
Die irischen Märchen sind bevölkert von Elfen, Wichteln und mystischen Wassergeschöpfen, die immer wieder versuchen die Menschen in ihren Bann zu ziehen und sie so in die „Anderswelt“ zu locken. „Stellen sie sich aber Elfen nicht als kleine süße Geschöpfe mit Flügelchen vor – das ist Disney und hat mit den Elfen der irischen Märchenwelt nichts zu tun“, erklärte Dickerhoff. Alles Schöne habe auch eine gefährliche Seite und so seien Elfen nicht immer gut, sondern könnten für die Menschen auch sehr gefährlich werden, warnte der Erzähler. Fasziniert lauschten die Besucherinnen im Anschluss den uralten Geschichten von Liebe, Verführung und Gefahr.
Die Erzähler verzichteten auf ein Honorar, um die Initiative „Kleiner Stern“ zu unterstützen. So konnte der Erlös des Abends in Höhe von 525 Euro an die gemeinnützige Organisation, die vor einigen Jahren von Maria Thien ins Leben gerufen wurde, übergeben werden. Der Verein unterstützt die Fördervereine „Krebs- und herzkranker Kinder“ an der Uniklinik Münster.
