Friesland - Am letzten Wochenende im September wird in Schortens wieder Weiß-Blau geflaggt: Die friesische Stadt zeigt Sympathie für bayrisches Brauchtum und feiert ein Wochenende lang Oktoberfest. Während erst jetzt im Nordwesten immer mehr Dörfer, Möbelmärkte oder Einkaufspassagen Oktoberfest feiern, Brezel, Weißwurst und Blasmusik bieten, hat Schortens den Spaß schon seit Ende der 1970er Jahre im Festkalender und mittlerweile zum heimlichen Stadtfest gemacht.
„Na klar, es gibt die Nörgler, die sich darüber mokieren, dass in Friesland bayrisches Brauchtum gepflegt wird“, sagt Gastronom und Zeltwirt Carsten Metz. Aber es gebe auch immer mehr Leute, die hier nicht nur Hafen- und Matjesfeste feiern wollten. „Denn das hat ja mit Schortens auch nicht so viel zu tun“, sagt Metz. Auch Jens Hinrichs, seit vielen Jahren als Gastronom und Mit-Veranstalter beim Schortenser Oktoberfest dabei, stellt fest: „Es gibt hier eine wachsende Fan-Gemeinde für das Oktoberfest. Immer mehr Besucher feiern inzwischen in Dirndl beziehungsweise Lederhose – ich natürlich auch.“ Das mache einfach Spaß.
Am 27. und 28. September kann die Tracht also wieder aus dem Schrank geholt werden. Los geht es mit dem 37. Schortenser Oktoberfest am Sonnabend mit dem Weißwurstfrühstück. Parallel dazu gibt es einen Flohmarkt, Präsentationen der Vereine, Programm auf zwei Bühnen und im Festzelt mit Rock und Pop und Volksmusik und bayerischer und internationaler Küche, es gibt Modenschauen, Kinderdisco und als Höhepunkt am Sonnabend ab 15 Uhr die Wahl der neuen Mühlenkönigin und ihrer Hofdame.
„Vier Kandidatinnen haben wir inzwischen“, sagt Heide Schröder-Ward vom Schortenser Stadtmarketing. „Weitere junge Frauen ab 18 Jahre können sich noch bewerben.“ Formulare dazu gibts auf der Homepage der Stadt.
Mehr vom selben dann am Sonntag: Flohmarkt und Bühnenprogramm mit Musik und Modenschauen, die Helfermeile, Seniorennachmittag im Festzelt und ein verkaufsoffener Sonntag ab 13 Uhr.
Die Becher für das Weißwurstfrühstück gibt’s übrigens noch im Bürgerhaus, Rathaus oder beim Stadtmarketing.
