Eversten - Unter dem Motto „Mache dich auf – werde Licht!“ ist am 4. Advent Pastor Thomas Hinne feierlich in den Ruhestand verabschiedet worden. In der voll besetzten Kirche St. Ansgar wurde er mit einen festlichen Gottesdienst aus dem Dienst entlassen.

Da Thomas Hinne die Kindertagesstätten in Eversten immer besonders am Herzen lagen, wirkten im Gottesdienst die Kinder der Kita St. Ansgar mit und führten unter einem Himmel voller selbstgebastelter Sterne eine Bildergeschichte auf. Die Ansgari-Kantorei, zu der der Pastor selbst lange Jahre gehörte, sang unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Johannes von Hoff weihnachtliche Choräle und einen irischen Segenswunsch. Kreispfarrerin Ulrike Hoffmann bedankte sich bei Thomas Hinne für seinen engagierten und beharrlichen Dienst, gerade als Diakoniepfarrer des Kirchenkreises. Bischof Thomas Adomeit würdigte Hinne bei der Entpflichtung als einen Seelsorger, der es verstand, mit großer Treue und Verlässlichkeit Menschen zu begleiten und ihnen weiterzugeben, was ihn selbst trage.

Thomas Hinne war 23 Jahre lang als Pfarrer an St. Ansgar tätig, nachdem er zuvor in Wahnbek gewirkt hatte. Während seiner Zeit in Eversten prägte er die Gemeinde St. Ansgar.

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es statt der üblichen Grußworte ein Krippenspiel, das Kollegen und Mitarbeitende inszeniert hatten. Zahlreiche Menschen traten als Hirten, Königinnen, Straßenmusiker und Wirtinnen auf, um ihrem Hirten Thomas Hinne zu „huldigen“. Die Kantorei verwandelte sich in den Chor der himmlischen Heerscharen und jubelte anstatt des „Glo-o-o-oria in excelsis Deo!“ ein „Tho-o-o-mas, dir sei Dank gesungen!“ Als Geschenk überreichte die Gemeinde, Hinne ein vom Künstler Felix Beilstein eigens geschaffenes Doppelporträt von Thomas Hinne und dem römischen Senator Lucius Lucullus, in Anspielung auf Hinnes große Liebe zur Kochkunst.

Hinne, der zuletzt wegen Krankheit fast ein Jahr lang nicht im Dienst war, zeigte sich am Ende gerührt und dankte Familie, Freunden sowie Gemeindegliedern für die langjährige Unterstützung seiner Arbeit und das großartige Abschiedsfest.