Stapelfeld - Ist die Idee, gutes Fleisch von oder mit gesunden, glücklichen Tieren zu produzieren, naiv, idealistisch oder realistisch und machbar? Bernd Kleyboldt, Leiter des Umweltzentrums Stapelfeld, lädt dazu ein, dieser Fragestellung im Rahmen eines „Dialogischen Gesprächs“ am heutigen Montag ab 19 Uhr in der Katholischen Akademie Stapelfeld an der Stapelfelder Straße in Cloppenburg nachzugehen.
Die mediale Kritik an den Formen der Tierhaltung entzündet sich auch in der landwirtschaftlichen Hochburg des Oldenburger Münsterlandes an verschiedensten Aspekten: Spaltenböden, kupierte Schweineschwänze, Mortalitätsraten, Keimentwicklung, Antibiotika, Massenschlachtungen, Hybridzüchtungen… Sie greift an, verurteilt, fordert heraus und hinterlässt Unbehagen. An diesem Abend wird den einzelnen Kritikpunkten nachgegangen. Aus tierärztlicher Sicht erfolgt – mit Blick auf Tiergesundheit, Artgerechtheit und Verhaltensbiologie – eine Bewertung. Im Rahmen der Vortrags- und Diskussionsreihe „Ökologie und Philosophie“ werden der Tierarzt Prof. Dr. Thomas Blaha und der Tierethiker Prof. Dr. Peter Kunzmann, beide verbunden mit der Tierärztlichen Hochschule Hannover, aufzeigen, ob und wie es gelingen kann, artgerechte und gesellschaftlich akzeptierte Handlungsformen zu finden.
Das Ziel der Diskussion mit dem Publikum liege in der Suche nach zufrieden stellenden Lösungen sowohl zum Wohl des Tieres als auch des Menschen, sprich des Verbrauchers, des Handels und der Erzeuger. Dabei werde zu klären sein, so Moderator Bernd Kleyboldt, ob das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung auch im Oldenburger Münsterland hilfreich sein kann, diesen Weg zu beschreiten. Wie sollen Tierhalter und Tierschützer, Lebensmittelproduzenten, Verbraucher und Handel beteiligt, gefordert und eventuell gefördert werden, lauten weitere Fragen.
Die Kosten für den Abend betragen sieben Euro€. Anmeldung sind erwünscht unter der Rufnummer 04471/ 1881125 oder per E-Mail an awalter@ka-stapelfeld.de.
