Der Fahrsimulator des TÜV bot eine Teststrecke mit roten Ampeln, Gegenverkehr, Brems- und Ausweichübungen und vermittelte eben auch das Gefühl des eingeschränkten Sichtfeldes und des eingeschränkten Reaktionsvermögens bei Trunkenheit. Tim Wedermann aus Großenkneten hat ihn ausprobiert. „Das war richtig gut, man bekommt ein Gefühl für die eigene Reaktionsschnelligkeit“, beschrieb der 24-Jährige seinen ersten Versuch in einem Fahrsimulator.
Dem Brems- und Schleudertraining von Ford Woltmann und der Verkehrswacht, an dem bis zum Mittag schon über 50 Leute teilgenommen hatten, hat sich die Autorin dieses Beitrages selbst unterzogen. Etwas nervös war sie schon, als sie auf nassem Untergrund eine Vollbremsung vollführen und später – ebenfalls auf der nassen Plane – um eine Pylone herumfahren sollte, ohne abzubremsen. Bremsen mit und ohne ABS, Schleudern mit und ohne ESP – ein Riesenunterschied, wie sich herausstellte. Mit der modernen Technik blieb das Auto brav in der Spur und muckte auch bei der Vollbremsung lediglich mit einem kurzen ABS-Rattern auf.
Viel Zulauf hatte auch Polizeioberkommissar Willi Niehoff beim Reaktionszeit-Test. „Viele haben gestaunt, wie viele Meter selbst bei normaler Reaktionszeit zurückgelegt werden, bevor das Auto überhaupt anfängt, nach dem Bremsen zu reagieren“, berichtete er.
Höhepunkt der Veranstaltung war jedoch der „Sturz“ eines an einem Kran hängenden Autos aus 14 Metern Höhe, der mit einem Aufprall bei 50 Stundenkilometern vergleichbar ist. Nicht nur, dass es gewaltig krachte, beeindruckte die Zuschauer, sondern vor allem der Zustand, in dem sie den Wagen anschließend aus nächster Nähe ansehen konnten. „Der ist ja mal eben ’nen Meter kürzer“, meinte einer entsetzt. „Ziemlich eindrucksvoll“, fanden die Vorstellung auch Henning Ahlers (Oldenburg) und Kevin Kramer (Wardenburg), die sich nicht vorstellen mochten, wie ein Mensch wohl zugerichtet sein würde, der in einem solchen Auto gesessen hat. Wie im Ernstfall die Opfer geborgen und behandelt werden, demonstrierten Feuerwehr, Verkehrspolizei und Malteser Hilfsdienst bei einem zweiten „Auto-Absturz“.
