Hamburg - Das „Tatort“-Team um Wotan Wilke Möhring (47) und Petra Schmidt-Schaller (34), das für den Norddeutschen Rundfunk (NDR) in Hamburg und Umgebung ermittelt, legt mit seinem fünften Fall „Frohe Ostern, Falke“ am Ostermontag um 20.15 Uhr ein besonders schwer verdauliches Ei ins Nest.

Ausgerechnet die exklusive Gala zugunsten der Flüchtlingshilfe ist Ziel der alljährlichen Aktion der Aktivistengruppe „Bad Easter Bunnies“. In Osterhasenverkleidung rücken sie diesmal nicht mit Farbbeuteln, sondern mit Waffen an und fordern eine Amnestie für alle Abschiebehäftlinge. 80 Gäste, darunter Kommissarin Katharina Lorenz (Schmidt-Schaller), werden zu Geiseln. Bald gibt es das erste Todesopfer.

Und innerhalb der Bunny-Truppe gibt es Probleme. Schuld ist der neue „Chef-Osterhase“, der auf echte Waffen setzt. Während die einen jubeln, wachsen woanders Zweifel unter den Hasenohren – für die forsche Lorenz im Abendkleid und auf hochhackigen Schuhen die Chance, vorsichtig einzugreifen. Per Handy hält sie Kontakt zum Kollegen Falke (Möhring).

„Ich wollte einen unterhaltsamen Film machen, der nebenbei noch ein interessantes Thema verkauft“, erklärt Regisseur Thomas Stiller, der schon mehrere Krimis für die ARD-Reihe inszenierte und für den „Tatort“ zu Ostern auch das Drehbuch schrieb. „Letztendlich geht es doch immer um Menschen und die Frage, wie Menschen sich in Situationen verhalten. Das finde ich sehr viel spannender, als ständig bedeutsame Themen zu umkreisen.“ Spannend und unterhaltsam ist sein jüngstes Werk auf jeden Fall.

Allein Anblick und Auftreten der bedrohlichen falschen Hasen lohnen, findet Wotan Wilke Möhring. „Diese Jungs, die Bad Easter Bunnies, machen ziemlich auf dicke Hose. Da gibt es Szenen, die fast ein bisschen Tarantino- oder westernmäßig rüberkommen“, so der Schauspieler.