Oldenburg - „Die Familiengeschichte der Manns ist spektakulär. Sie ist sehr stark mit der deutschen Geschichte verwoben“, sagt Birte Lipinski, seit 2014 Leiterin des Museums Buddenbrookhaus in Lübeck. Die geschichtlichen Aspekte sollen Teil des Konzeptes für das neue Buddenbrookhaus werden, das derzeit in der Mengestraße 4 geplant wird.
Unter dem Titel „Vom Elternhaus zur Menschheit“ stellt Birte Lipinski am Mittwoch, 15. März, die Neukonzeption des Museums Buddenbrookhaus vor. Um 19 Uhr spricht die 39-Jährige im Vortragssaal der Universitätsbibliothek in Oldenburg (Uhlhornsweg 49-55) unter anderem darüber, wie Literatur ausgestellt werden kann. Nach dem Vortrag lädt die Oldenburgische Bibliotheksgesellschaft zum Gespräch ein – untereinander oder mit der Vortragenden.
Birte Lipinski wird vor allem darüber sprechen, wie das neue Museum gestaltet wird und welche architektonischen und konservatorischen Fragen sich dabei ergeben. Es wird ebenfalls um die neue Ausstellung gehen, die Lipinski als Kuratorin gestaltet. „Das Drehbuch, wenn man es so nennen will, steht schon“, sagt sie und lacht.
Mit Oldenburg fühlt sich Birte Lipinski sehr verbunden. „Ich habe zwölf oder 13 Jahre während meiner Studien-, Doktorandenzeit und sogar darüber hinaus in der Stadt gelebt“, sagt sie. 2012 wurde sie mit einer Arbeit über John von Düffel und seine Dramatisierung der „Buddenbrooks“ promoviert. Lipinski bewundert bei den „Buddenbrooks“ von Thomas Mann (1875-1955) die „großartigen Figurenzeichnungen“ und die Schwankungen zwischen sehr lustigen und sehr tragischen Passagen. „Das löst heute noch Begeisterung aus.“
