Friedrichsfehn - Früher befand sich an der Brüderstraße 31 eine Töpferwerkstatt, seit drei Jahren gibt es jetzt dort das „Atelier B 31“. Ins Leben gerufen wurde es von den drei Künstlerinnen Meike Bernhardt aus Friedrichsfehn sowie Eva Isemer und Brigitte Hartmann aus Oldenburg. Sie luden am Sonntag zum „Offenen Atelier“ ein, um sich und ihre Arbeiten der Öffentlichkeit vorzustellen.
Die drei Frauen hatten sich vor einigen Jahren in einem Atelier in Oldenburg kennen gelernt. Als vor drei Jahren die Möglichkeit bestand, die ehemalige Töpferwerkstatt in Friedrichsfehn anzumieten, packten sie die Gelegenheit beim Schopfe. Jede von ihnen hat einen eigenen Raum, wo sie ihrer Leidenschaft, dem Malen, nachgehen.
Alle drei arbeiten hauptsächlich mit Acryl, wobei die Motive vom Abstrakten bis zum Gegenständlichen reichen. Während Meike Bernhardt florale Motive mit Tier und Natur „aus dem Mikrokosmos heraus“ erarbeitet und gestaltet, bevorzugt Brigitte Hartmann gegenständliche Malerei. Zwar hatte sie mehrere Semester Kunst studiert, mit der Malerei allerdings erst danach angefangen. Die abstrakten Werke von Eva Isemer entwickeln sich, so sagt die Oldenburgerin, während des Malens.
Die Künstlerinnen geben ihr Wissen auch in Kursen an Schüler und Erwachsene weiter. Zum Teil sind die Kunstschaffenden berufstätig, denn „allein von der Malerei können wir nicht leben“, wie Brigitte Hartmann betonte.
Mit dem „Offenen Atelier“ wollen die Künstlerinnen nicht nur ihre Arbeiten vorstellen, sondern auch über Techniken und Inhalte ihrer Arbeiten informieren. Im Laufe des Sonntags kamen neben vielen Freunden und Bekannten auch Neugierige, die vor allem die Bilder betrachten wollten. Ihnen wurden zum Teil eindrucksvolle Exponate präsentiert, die auch Anlass zu Nachfragen gaben. Und auch das eine oder andere Stück wechselte an diesem Tag den Besitzer.
Seitdem die drei Frauen das „Atelier B 31“ betreiben, haben sie jedes Jahr einen Aktionstag angeboten. Nach dem erfolgreichen „Tag der offenen Tür“ am Sonntag werden sie sich auch im kommenden Jahr etwas Besonderes einfallen lassen, um ihre Werke und ihr Haus in den Fokus der Öffentlichkeit zu stellen.
