Ganderkesee - Ein Bohrer jault hier, ein Hammer klopft da, vor der Plattform für die Musiker gibt jemand das Kommando zum Schieben, gegenüber testet das Prinzenpaar samt Ehrendamen schon mal die Empore und die Kinderprinzen huschen aufgeregt durch die Nebenräume hinter der Bühne: Wuselig und geschäftig zugleich geht es am Sonnabendnachmittag in der Sporthalle des Ganderkeseer Gymnasiums zu.
Eine Sporthalle ist das Gebäude zu diesem Zeitpunkt aber gar nicht mehr, sondern schon mitten in der Metamorphose zum Faschingstempel. Seit Freitag laufen in der Festhalle am Steinacker die Aufbauarbeiten für die Büttenabende. Dutzende Hände packen mit an, damit bis zur Generalprobe am Mittwoch alles fertig ist. „Wir kommen sehr gut voran“, freut sich Jörg Kreye, Chef des Bühnenaufbaukommandos (Büko). Neben den 23 Büko-Mitgliedern helfen auch viele der Aktiven mit, die ab Freitag auf der Bühne zu sehen sind.
Und wie in jedem Jahr entwickelt sich der Fasching dekorativ und technisch ständig weiter. Die im Vorjahr völlig veränderte Deckendekoration wird jetzt um drei große Projektionsfolien ergänzt, die von oben bunt beleuchtet werden. „Auch rundherum an den Seitenwänden haben wir auf farbige Scheinwerfer umgerüstet“, erklärt Manfred Neugebauer, der im Büko für die Licht- und Tontechnik verantwortlich ist. Ein nagelneuer Laser-Strahler über der Bühne sorgt zusätzlich für bisher nicht gesehene Lichteffekte, und ein hochmoderner „Nebel-Hazer“ macht – wie der Name schon sagt (Haze heißt auf deutsch Hauch) – allerfeinsten Dunst möglich.
In die Akustik wurde ebenfalls investiert. „Wir haben ein ganz neues Soundsystem, das hier in Ganderkesee zum ersten Mal in Funktion sein wird“, sagt Neugebauer nicht ohne Stolz. Dafür wurde die Halle im Vorfeld per Computer akustisch ausgemessen, am Montag kommt noch ein Team der Herstellerfirma aus Köln zur Feinjustierung. Was die Technik betrifft, sieht Neugebauer den Ganderkeseer Fasching in der ersten Liga: „Da brauchen wir den Vergleich mit den professionellen Karnevals-Veranstaltungen nicht zu scheuen.“
