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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Faszinierende Bücher freundlich besprechen

17.04.2015

Oldenburg Abschied im Historischen Quartett Oldenburg: Nach 14 Jahren engagierter und humorvoller Literaturkritik gab Heinrich Schmidt in der jüngsten Sitzung seinen Austritt aus der Runde bekannt. Der 86-jährige emeritierte Professor für mittelalterliche Geschichte löste damit großes Bedauern bei seinen beiden Kollegen Gunilla Budde und Hans Henning Hahn aus, allerdings auch den herzlichsten Dank für die Zusammenarbeit und seine authentische Hingabe zur Geschichte: „Der Erfolg des Quartetts ist nicht zuletzt seinem verschmitzten Charme zu verdanken“, so Budde.

Die nächste Sitzung werde wie gewohnt im Herbst stattfinden, in welcher Besetzung, blieb aber offen. Schmidt sagte, er freue sich, dann als Gast in der ersten Reihe beizuwohnen. Vom Publikum gab es Dankesapplaus für den sympathischen Historiker, der es stets verstanden hatte, seine und fremde Forschungsergebnisse in verständlicher Sprache zu vermitteln.

Gemeinsam gedachte man zudem des 2009 verstorbenen Gründers des Historischen Quartetts, Ernst Hinrichs. Sein posthum erschienenes Buch „Staat ohne Nation. Brandenburg und Preußen unter den Hohenzollern (1415–1871)“ (Aisthesis Verlag, 670 Seiten, 49,80 Euro) wurde positiv diskutiert. Es sei ein lesenswertes Werk über das preußische Staatswesen.

Hinrichs habe damals sehr unter dem Vergleich mit dem Historiker Christopher Clark gelitten, der zeitgleich zur Geschichte Preußens arbeitete. Doch diesen Vergleich könne er ohne weiteres bestehen, er sei Clark in den kulturgeschichtlichen Aspekten sogar überlegen.

In der zweiten Hälfte des Abends stand der aus Konstanz angereiste Religions- und Kulturwissenschaftler Jan Assmann im Mittelpunkt. Er ist unter anderem für den von ihm geprägten Begriff des „kulturellen Gedächtnisses“ bekannt. In „Exodus. Die Revolution der Alten Welt“ (C.H. Beck Verlag, 493 Seiten, 29,95 Euro) beschäftigt er sich mit dem Auszug des Volkes Israel aus Ägypten und dem damit verbundenen Gründungsmythos. Dabei geht es nicht nur um historische Fakten, sondern um die Kraft der Erinnerung.

„Exodus“ ist kein leichtes Sachbuch, das man nebenbei liest, sondern ein umfangreiches Fachbuch. Das Historische Quartett hat es begeistert: „Eines der faszinierendsten Werke, die ich in der letzten Zeit gelesen habe“, so Heinrich Schmidt.

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