Cloppenburg - 130 Kunstinteressierte haben am Sonntagnachmittag in der Kunsthalle des Kulturbahnhofs die Eröffnung der Ausstellung „Nacht“ mit Fotografien des gebürtigen Cloppenburgers Bernd Meiners besucht. Im elterlichen Fotoladen erlernte Meiners das Handwerk des Fotografen, 1974 bekam er den Meisterbrief.
Danach studierte der Künstler in Hamburg an der Hochschule für Bildende Künste. Er wurde ein bedeutender Kameramann. Seit 1983 dreht Meiners Filme, wobei besonders zahlreiche Dokumentarfilme mit seinem Namen verbunden sind.
Die große Anerkennung seiner Arbeit spiegelt sich in wichtigen Preisverleihungen wider. So erhielt er zum Beispiel im Jahr 2000 den Bundesfilmpreis in Gold. Seine Arbeit als Kameramann führte ihn in die großen Städte der Welt, wo er Orte und Menschen in der Nacht fotografierte. In der Ausstellung wird eine Auswahl seiner Fotografien gezeigt, die die besondere Atmosphäre der Städte bei Nacht beleuchten.
Hier war er von den Lichtern der City fasziniert. Er begann zu fotografieren. Bei seinen Streifzügen entstanden durch eine besondere Aufnahmetechnik grobkörnige Bilder. Ohne Stativ wurde fotografiert und dadurch eine Unschärfe bewusst in Kauf genommen.
Eine andere Technik, die Fotografie mit hoher Auflösung, bestimmt weitere Bilder von Meiners.
In seinen einführenden Worten machte Kunstkreis-Vorsitzender Dr. Martin Feltes deutlich, dass die Fotografie immer in Konkurrenz zur Malerei stand. „Die Nacht hat einen eigenen Sound“, ergänzte Meiners. Von diesem „Sound“ war auch das Duo „Big J&Harpface“ begeistert, das für den musikalischen Rahmen sorgte.
