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Butjenter Eeten Menü zum Gezeiten-Ausklang

Beatrix Schulte

FEDDERWARDERSIEL - Rezepte, die nicht im Butjenter Kokbook stehen, hatte Renate Knauel für die Abschlussveranstaltung der Kunst- und Kulturwochen Gezeiten ausgesucht. Es waren dennoch sehr traditionelle Gerichte, wie sie jede Hausfrau kennt.

Matjes auf Schwarzbrot

Als Vorspeise wurde im Restaurant Nordseeblick eine klare Rinderkraftbrühe mit Eistich serviert. Beim nächsten Gang konnten die 120 Gäste einen mit Fruchtstücken und Kapern garnierten Matjessalat mit Schwarzbrot genießen. Der Hauptgang bestand aus Rinderrouladen, Rotkohl und Salzkartoffeln. Zum Nachtisch wurde eine Quarkspeise mit Beerenfrüchten serviert.

Zwischen den Gängen referierte der Biologe und Lehrer an der Zinzendorfschule, Edgar Egert, über die Biologie des Seehundes und die Seehundforschung. Dieser Nordseebewohner gehört zur Familie der Flossenfüßler, die in Ohrenrobben, Hundsrobben und Walrosse eingeteilt ist. Die Familie der Hundsrobben zeichnet sich dadurch aus, dass die Tiere ihre Extremitäten nicht unter den Körper schieben und somit nicht darauf gehen können. Sie sind zum Robben verdammt.

Der Seehund lebt nicht in Familien, aber in großen Kolonien. An der deutschen Nordseeküste kann man den rund 1,80 Meter großen und bis zu 80 Kilogramm schweren Gesellen im Wattenmeer auf Sandbänken beobachten, wo er gerne ein Sonnenbad genießt und sich von den anstrengenden Jagden erholt. Der Seehund unternimmt außerhalb der Geburts- und Paarungszeit, die unmittelbar hintereinander stattfinden, große Wanderungen und lebt weitgehend alleine.

Bis 1971 wurde er in den heimischen Gewässern bejagt. Die lange Bejagung über Jahrhunderte erkläre die weite Fluchtdistanz von 300 Metern, sagte Edgar Egert. Nähere man sich dem neugierigen Seehund allerdings auf dem Boden kriechend, verringere sich die Fluchtsdistanz deutlich. Von der Tauchtiefe bis zu 500 Metern waren die Zuhörer überrascht.

Enten auf dem Speiseplan

Edgar Egert bezeichnete den Seehund als intelligent und anpassungsfähig, so dass selbst Enten auf seinem Speiseplan vorkommen können. „Die Insel Mellum ist ein Paradies für Seehunde, da sie dort ungestört rasten können“, sagte er. Gleich nach dem Studium widmete sich der Biologe der Seehundforschung und arbeitete in den Aufzuchtstationen in Friedrichskoog und Norddeich. Dort wurden die sogenannten Heuler hochgepäppelt. Einige Seehunde erhielten Telemetriesendegeräte, die auf das Fell geklebt wurden. Dadurch konnten unter anderem die großen Wanderwege der Seehunde durch den Atlantik aufgezeichnet werden.

Für die musikalische Untermalung des Abends sorgte der Organist Sören Suhr am E-Piano, der ein vielseitiges Repertoire an kirchlichen und weltlichen Stücken präsentierte.

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