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Förderkreis Museum schreibt wieder schwarze Zahlen

Christian Schöckel

FEDDERWARDERSIEL - Erneuerung. Nachhaltigkeit. Vernetzung. Laborarbeit & Forschen. Für Friederike Ehn sind dies die vier wichtigsten Variablen in der Formel zum Erfolg. Friederike Ehn ist 31 Jahre jung, Diplom-Biologin und Leiterin des Nationalpark-Hauses Fedderwardersiel. Nach längerer Schließung im Winter übernahm sie als Hauptamtliche Anfang Januar das Management im Museum. Mit einem Erfolg, der sich belegen lässt: „Seit einem Jahr schreiben wir endlich wieder schwarze Zahlen“, zog die Vorsitzende des Förderkreises, Dr. Marlene Laturnus, in der Jahreshauptversammlung am Freitag nicht ohne Stolz eine positive Bilanz.

14 454 Besucher

Sie sparte nicht mit Lob für Friederike Ehn: „Zupackend, dynamisch, eine realistische Perspektive für Kontinuität in unserem Haus.“ Die neue Hausleiterin hat dabei ein großes Plus: Als gebürtige Münsteranerin hat sie wenig Erfahrungen mit dem rauen Leben an der Küste. Das macht sie neugierig. Und diese Neugierde treibt sie an, zu hinterfragen, nach Erklärungen und Zeitzeugen zu suchen. Ihr erstes großes Engagement, die vom Museum Nordenham entliehene Ausstellung „Sturmflut 1962“, für die sie ein attraktives Begleitprogramm organisierte, wurde so zu einem richtigen Erlebnis. Ein bedeutender Baustein im Programm des Nationalpark-Hauses, das 2011 insgesamt 14 454 Besucher zählte – Tendenz steigend.

Die neue Hausleiterin ist natürlich nur ein Grund für den Erfolg, denn sie ist nur so gut wie das Team, das mit ihr arbeitet. Da sind beispielsweise die drei ehrenamtlichen Helfer Manfred Söllner, Günter Spandick und Heiko Suhr. Da sind die zwei Dutzend Gästeführer, die im vergangenen Jahr insgesamt 15 000 Besucher begleiteten und informierten. Und da ist das Duo Rohde/Böning, das den Rettungsschuppen mit dem Seenotretter „Wilhelmine Wiese“ betreut. Öffnungszeiten sind sonnabends und sonntags von 14 und 17 Uhr. Teddy Rohde gab bekannt, dass am 5. Juni ein Fernsehteam von „Buten & Binnen“ aus dem Rettungsschuppen berichten will.

Gezeiten im Minus

Die Gezeiten-Woche lockte 2011 in ihrer 26. Auflage rund 600 Besucher bei insgesamt 15 Veranstaltungen an. Allerdings fuhren die Gezeiten 2011 erstmals ein leichtes Defizit ein. Sprecher Klaus Trolldenier: „Kultur kostet halt Geld.“ Der Förderkreis hofft, dass dieses Minus von der Gemeinde übernommen wird.

Neu war im vergangenen Jahr das Vermietertreffen. „Leider,“ so Friederike Ehn, „blieb die Resonanz weit hinter den Erwartungen zurück.“

Obwohl in der Versammlung keine Wahlen anstanden, wurde eine Personalveränderung verkündet und bestätigt: Ewald Deharde trat vorzeitig als 3. Vorsitzender des Förderkreises Museum Butjadingen zurück. Die Interimsvertretung übernahm Peter Nottelmann. Eine weitere – vorübergehende – Veränderung ist für Ende Juni zu erwarten: Hausleiterin Friederike Ehn geht für zehn Monate in den Mutterschutz. Ihre Aufgaben übernimmt dann die Umweltwissenschaftlerin Dr. Anika Seyfferth.

Ein umfangreiches Programm

bietet der Förderkreis in den nächsten Monaten an. Am 1. Juli wird in Fedderwardersiel die Schausammlung „Aufgaben eines Museums: Forschen, Sammeln, Ausstellen“ eröffnet. Im Juli und August sind unter der Überschrift „Siele – Priele – Deiche“ Fotografien von Günter Spandick und Dieter Schlack zu sehen. Im September und Oktober werden von Kindern gemalte Zugvogelbilder gezeigt.

Im Februar 2013

findet das Vermietertreffen statt. Von April bis Juni stellt die Künstlerin Ursel Koop aus. Es folgt im Juli die BUND-Ausstellung „Eingetaucht – Vielfalt in unseren Meeren“. In Zusammenarbeit mit der Galerie am Wehlhamm folgen im September Aquarelle und Acrylbilder von Fedderwardersiel.
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