FEDDERWARDERSIEL - Nach einer längerer Durststrecke mit defizitären Jahresabschlüssen hat das Nationalparkhaus und Museum in Fedderwardersiel jetzt wieder Wasser unter dem Kiel. „Wir konnten in 2010 erstmalig mit schwarzen Zahlen arbeiten“, berichtete Vorsitzende Dr. Marlene Laturnus während der Jahreshauptversammlung des Förderkreises Museum Butjadingen am Dienstagabend.
Die in 2010 fortgesetzte Umbruchphase scheine zum Erfolg zu führen. Zeichen dafür sei neben der finanziellen Entwicklung auch die bevorstehende Verleihung des Gütesiegels in Form der Eintragung ins Museumsregister (dieNWZ
berichtete). Dies sei das Resultat jahrelange engagierte Arbeit, für die Marlene Laturnus den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern des Nationalparkhauses und Museums dankte.Dass das Jahr 2010, für das ein Defizit veranschlagt worden war, mir einem „schönen, bescheidenen Polster“ abgeschlossen werden konnte, begründete die Vorsitzende mit weiteren Einsparungen bei den Personalkosten. Zudem gab es Spendeneinnahmen, einen 5000-Euro-Zuschuss des Landkreises und eine Erhöhung des Zuschusses des Landes Niedersachsen, der für die Nationalparkhaus in Fedderwardersiel nun jährlich 60 000 Euro (zuvor 55 000 Euro) zahlt.
Zur finanziellen Gesundung hatte auch der Anstieg der Besucherzahl im Nationalparkhaus und Museum in Fedderwardersiel auf 16 500 beigetragen. Das habe auch zu einem Zuwachs bei den Eintrittsgeldern geführt. „Wir haben vom schlechten Wetter profitiert“, sagte Kassenwartin Hellen Böning, die den jährlichen Etat mit rund 130 000 Euro bezifferte.
In 2010 hatten 25 Veranstaltung, darunter 15 Vorträge und vier Sonderausstellungen, in der Fedderwardersieler Einrichtung stattgefunden. Dem Förderkreis gehören nach Auskunft von Marlene Laturnus derzeit 241 Mitglieder an.
Für 2011 liegen noch keine genauen Zahlen vor. Der Vorstand des Förderkreises geht aber von einer wieder gesunkenen Besucherzahl aus. Obwohl die ganzjährige Sonderausstellung mit dem Thema „Klimawandel in Norddeutschland“ gut in das Haus gepasst habe, sei die Besucherzahl hinter den Erwartungen zurück geblieben.
Nach Auskunft von Besuchern sei diese Wanderausstellung des Oldenburger Landesmuseums zu textlastig. Insbesondere Familien würden sich mehr Interaktionen für die Kinder wünschen. Zudem konnten wegen des Platzbedarf für die Ausstellung kaum andere Veranstaltungen stattfinden.
