FEDDERWARDERSIEL - FEDDERWARDERSIEL/ES - Nur verhältnismäßig wenige Besucher zog es am vergangenen Sonntag zum Nationalparkhaus nach Fedderwardersiel. Wegen des schlechten Wetters trauten sich nur wenige Interessierte zu den einzelnen Attraktionen auf dem Außengelände.

Erst als die Wolken am Nachmittag aufrissen, und es in der Sonne noch richtig schön warm wurde, tummelten sich zahlreiche Kinder und Erwachsene auf dem Rasen hinter dem Museum. Noch am Morgen fürchteten die Organisatoren, dass das ganze Fest ins Wasser fallen würde.

Die neue Museumsleiterin Gabriele Speckels zeigte sich mit der Beteiligung jedoch zufrieden. In diesem Jahr richtete sich das Museumsfest in Fedderwardersiel, das von acht Mitarbeitern des Museums und zwölf Gästeführern betreut wurde, mit dem Motto des Internationalen Museumstages „Museen und junge Besucher“ besonders an jüngere Einheimische und Gäste.

Zu den laufenden Ausstellungen hatten Gisela Bargmann und Annegret Martens wieder die Werkstatt von „Watt´n Künstler“ geöffnet. Die Möglichkeit auf Schlick mit Muscheln, Federn und anderen maritimen Gegenständen ein Bild zu gestalten, zog viele interessierte Kinder und Jugendliche an.

Auch die weiteren Angebote wurden von den jungen Besuchern gut angenommen. Gästeführerin Renate Knauel bot mit ihrem kindgerechten Spiel „Ich habe meinen Schnabel verloren – kannst du mir helfen“ einen pädagogischen und zugleich kurzweiligen Spaß an.

Auf der Freifläche standen für die Kinder ein „Muschel-Bett“ (ein altes Bett voll mit Muscheln) und eine „Sandbank“ (eine großer Sandberg neben einer Bank) bereit. Durch die einheimischen und exotischen Muscheln und durch den Sandberg mussten sich die Kinder wühlen und graben, um so an besondere Muscheln, alte Scherben oder an eine Flaschenpost heran zu kommen.

An einer weiteren Station zeigten die Aussteller, welcher Zivilisationsmüll sich am Deich ansammelt. Doch dass es nicht nur Müll sei, was an diesem Spülsaum angelandet wird, sondern auch als Kunstobjekt genutzt werden kann, wurde den Besuchern ebenfalls erklärt.

Auch wurden alte Schlickschlitten präsentiert, auf denen Butjenter früher ihren Fang aus dem Watt an Land brachten. Im Seminarraum bot Teddy Rohde einen Blick mit der Stereolupe auf verschiedenen Wattbewohner.