FEDDERWARDERSIEL - Vor zwei Jahren hatte sie ihrem Mann einen Gutschein für eine gemeinsame Fahrradtour auf der Deutschen Sielroute entlang der Butjadinger Küste geschenkt. Dass der im kommenden Jahr nun endlich eingelöst wird, dafür hat Friederike Ehn aus Bremen nun einen besonderen Grund: Die 30-jährige Diplom-Biologin ist ab 1. Januar 2012 neue Leiterin des Nationalparkhauses und Museums in Fedderwardersiel.
Die aus Münster stammende Friederike Ehn zog vor zehn Jahren nach Bremen, wo sie auch studierte und bis heute wohnen blieb. Seit Mitte 2009 ist sie aber als wissenschaftlichen Volontärin in Münster am Museum für Naturkunde des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) tätig. Dort baute sie fast zwei Jahre lang die Mitte dieses Jahres eröffnete Sonderausstellung „Bionik – Patente der Natur“ mit auf. Die Ausstellung schlägt auf 1200 Quadratmetern eine Brücke zwischen Natur und Technik.
Bei dieser Tätigkeit, die ihr einen Einblick in verschiedene Bereiche ermöglichte, habe sie die Erkenntnis gewonnen, dass die Museumsarbeit das sei, was sie möchte. Ihre starke Faszination für die Natur möchte sie gern an andere, insbesondere an Kinder weitergeben, begründete Friederike Ehn ihre Bewerbung für die Leitung des Nationalparkhaus und Museums in Fedderwardersiel. Dessen jetzige Leiterin Dr. Johanna Prinz kehrt aus privaten Gründen nach Lübeck zurück.
Bei ihrer künftigen Tätigkeit werden ihr die Erfahrungen, die sie in Münster in der Öffentlichkeitsarbeit, in der Teamarbeit und in der Museumspädagogik sammeln konnte, zugute kommen, sagte Friederike Ehn. Sie wird vorerst in Bremen wohnen bleiben, zumal ihr Mann derzeit dort promoviert.
Von ihrem neuen Arbeitsplatz ist die Biologin bereits sehr angetan. Die Kombination der regionalen Geschichte mit der Fauna und Flora des Wattenmeeres sei sehr gelungen. Zudem verfüge die Einrichtung in Fedderwardersiel über erstaunliche Vogel- und Tierpräparate, die so in kleinen Museen nur selten zu finden seien.
Vor ihr liege eine sehr reizvolle Aufgabe, zumal die Dauerstellung modernisiert und auch noch einige andere Forderungen aus der Museums-Zertifizierung umgesetzt werden müssten. Friederike Ehn freut sich auch auf die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern, dem Förderkreis, der Gemeinde und den anderen Wattenmeer-Nationalparkhäusern.
