FEDDERWARDERSIEL - Mit dem Klimawandel und seinen Gründen sowie vor allem mit den konkreten Folgen für Menschen und Natur in Norddeutschland beschäftigt sich die Ausstellung „Kalte Zeiten – Warme Zeiten“. Dass die in diesem Jahr als Wanderausstellung im Nationalparkhaus im Museum in Fedderwardersiel zu sehen sein wird, ist einigen Sponsoren zu verdanken.
Mit 4500 Euro unterstützen gemeinsam die Raiffeisenbank Butjadingen-Abbehausen und die VR-Stiftung der Raiffeisen- und Volksbanken in Norddeutschland die Ausstellung. Den symbolischen Scheck überbrachten Raiba- Vorstand Peter Beck und Stiftungs-Vorsitzender Harald Lesch der Nationalparkhaus-Leiterin Dr. Johanna Prinz und der Förderkreis-Vorsitzenden Dr. Marlene Laturnus.
Die Ausstellung „Kalte Zeiten – Warme Zeiten“ stammt aus dem Landesmuseums Natur und Mensch in Oldenburg. Ein Leihvertrag sei zwar noch nicht unterschrieben worden, sagte Johanna Prinz. Aber beide Seiten müssten nur noch Formalien klären. Dann komme die Ausstellung nach Fedderwardersiel und könne hoffentlich noch vor Ostern eröffnet werden, hofft Marlene Laturnus.
Zu sehen sein wird sie dann bis Ende 2011. Allerdings in abgespeckter Form, denn für die gesamte Ausstellung fehlt im Nationalparkhaus einfach der Platz. Schon jetzt wurden die Räume für die Ausstellung renoviert und hergerichtet. Einige Exponate aus der laufenden Ausstellung mussten bei der Firma Haye in einem geheizten Raum bereits ausgelagert werden, damit Platz für die Wanderausstellung entsteht.
Den Besuchern der Ausstellung werden der „Klimawandel im Alltag“ und auch Möglichkeiten zum Energiesparen im Privat-Haushalt gezeigt. Auch werden die Anpassungsstrategien an den Klimawandel durch Küstenschutz und Deichbau präsentiert.
Für Johanna Prinz und Marlene Laturnus ist die Ausstellung nicht nur ein Fingerzeig auf das aktuelle und auch regionale Problem Klimawandel. Sie passe auch hervorragend ins Nationalparkhaus im Museum nach Fedderwardersiel, eben weil sie sich auch mit den Auswirkungen für den Menschen, die Natur und damit auch dem Wattenmeer beschäftige. Und beide hoffen, dass die Ausstellung ein breites und vor allem heimisches Publikum anziehe. Immerhin gehe der Klimawandel vor allem die Menschen an der Küste etwas an, so Marlene Laturnus.
Auch die Raiffeisenbank und die VR-Stiftung sehen die Gefahren durch den Klimawandel. Nicht allein deshalb sei diese Ausstellung mit einem namhaften Betrag gefördert worden, sagte Harald Lesch. Die Raiffeisenbank sei auch Vorreiter bei dem Thema Energiegenossenschaften in Norddeutschland – und beispielsweise mit der Energiegenossenschaft Klimahalbinsel Butjadingen.
