FEDDERWARDERSIEL - Die Umweltwissenschaftlerin Dr. Anika Seyfferth übernimmt während des Mutterschutzes und der Elternzeit von Friederike Ehn bis zum 31. März 2013 die Leitung des Nationalparkhauses und Museums in Fedderwardersiel. Die 33-Jährige wurde von einer gemeinsamen Kommission der Gemeinde Butjadingen, der Nationalparkverwaltung und des Förderkreises Museum Butjadingen unter 26 Bewerbern auserkoren.

Wie Friederike Ehn, die erst seit Jahresbeginn Leiterin des Hauses am Sieler Kutterhafen ist, wechselte auch Anika Seyfferth vom Museum für Naturkunde des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe in Münster nach Butjadingen. Dort hatte sie seit Oktober 2010 gemeinsam mit Friederike Ehn die große Ausstellung „Bionik – Patente der Natur“ aufgebaut und betreut.

Aber nicht die Empfehlung von Friederike Ehn, sondern allein die fachliche Qualifikation habe in einem „knallharten Auswahlverfahren“ zur Wahl von Anika Seyfferth geführt, machte Butjadingens Bürgermeister Rolf Blumenberg deutlich. Für die Umweltwissenschaftlerin war es bereits die zweite Bewerbung für die Leitung des Nationalparkhauses und Museums, denn sie hatte sich auch im Herbst vergangenen Jahres um die Nachfolge von Dr. Johanna Prinz beworben.

Die aus der Oberlausitz stammende Anika Seyfferth ist in Berlin aufgewachsen. Ihr Studium der Umweltwissenschaft absolvierte sie an der Leuphana-Universität in Lüneburg, wo sie auch promovierte. Die interdisziplinären Studiengänge mit einer besonderen Betonung auf Nachhaltigkeit werden ihr in der Museumsarbeit zugutekommen, ist sich Anika Seyfferth sicher.

Sie möchte die Arbeit von Friederike Ehn nahtlos fortsetzen, dabei aber auch neue Ideen entwickeln. Nachdem sie sich einen Überblick verschafft haben wird, werde sie sich an die notwendige Überarbeitung der Dauerausstellung machen. Auch die Verbesserung der Außendarstellung (Internetauftritt) sei ein Ziel, dass sie sich gesetzt habe. Zudem müssen die Veranstaltungen für 2013 geplant werden, berichtete Anika Seyfferth.

Die Umweltwissenschaftlerin möchte ihre jetzige Leitungsposition aber auch als ein Sprungbrett und für weitere Perspektiven in der Region nutzen. Wie es nach dem 31. März 2013 weitergehen wird, ist derzeit noch offen. Rolf Blumenberg verwies auf die Option, dass sich Friederike Ehn, die voraussichtlich dann halbtags tätig sein möchte, und Anika Seyfferth die Leitungsposition teilen können.

Weil sie in Butjadingen nichts Passendes gefunden habe, ist Anika Seyfferth bereits nach Nordenham gezogen. Sie wohnt dort nur rund 400 Meter von Friederike Ehn entfernt.