FEDDERWARDERSIEL - „Leere Netze überall!? – Fischerei zwischen Globalisierung und Meeresschutz“ ist das Thema eines Informations- und Diskussionsabend, der am Dienstag, 26. Juli, ab 19 Uhr im Nationalparkhaus und Museum in Fedderwardersiel statt. Organisiert wird die Veranstaltung von der Arbeitsstelle Agrarhandel und Fischerei des Evangelischen Entwicklungsdienstes sowie vom Verein für Internationalismus und Kommunikation.

Im Verlauf der Veranstaltung berichten die beiden Gäste Diaba Diop und Gaoussou Gueye aus dem Senegal von ihren Erfahrungen und der Situation der Kleinfischerei vor der Küste Westafrikas.

Themen an diesem Abend sind aktuelle Fragen wie Überfischung und die Sicherung der Nahrungsversorgung. Wie die Probleme in der Fischerei vor Westafrika mit denen an der norddeutschen Küste verknüpft sind, ist eine zentrale Frage, die dabei zur Sprache kommen soll.

Mit der Veranstaltung soll auch auf eines der wichtigsten Probleme der des Umweltschutzes und Handels mit Nahrungsmitteln aufmerksam gemacht werden. Angesichts der sich in den letzten Jahren weltweit verschärfenden Ernährungskrise und der parallel zunehmenden Überfischung der Weltmeere sei eine nachhaltige Entwicklung der Fischerei für diese Bereiche ungemein wichtig, so die Organisatoren.

Der Abend in Fedderwardersiel, der den Auftakt zu einer Vortragsrundreise entlang der deutschen Küste bildet, beginnt mit einer Begrüßung durch Nationalparkhaus- und Museumsleiter Dr. Johanna Prinz. Anschließend gibt es Einführungsbeiträge in die Situation der Fischerei an der norddeutschen Küste sowie zur Bedeutung der Meerespolitik und der Fischerei für das Nord-Süd-Verhältnis.

Ab 19.45 Uhr sind Filmausschnitte aus dem Senegal geplant, zu denen dann die beiden Goussou Gueye und Diaba Diop, deren Berichte übersetzt werden, Stellung nehmen werden. Eine Diskussionsrunde (bis 21.15 Uhr) soll die Veranstaltung beschließen.