Schwichteler - Auch in diesem Jahr erfreute das Ensemble „Quintabile“ mit einem abwechslungsreichen wie besinnlichen Programm zum 1. Advent die zahlreichen Zuhörer in der St.-Marien-Kirche in Schwichteler.

Nach dem Kyrie-Ruf „Tau aus Himmelshöhn“ in der Bearbeitung von C. Mawby im Wechsel zwischen dem Ensemble „Quintabile“ und den Zuhörern rezitierte Eberhard Knabe geradezu unnachahmlich den ersten Brief von C. an S. nach S. Niemeyer, in dem einer der drei Weisen eine „innere Reise“ unternimmt. Die weiteren Briefe bis einschließlich des sechsten und letzten folgten in der gleichen ausdrucksvollen Weise im Wechsel mit den Musikwerken.

Sicherlich waren die Advents-Kantate „Maria durch ein’n Dornwald ging“ von H. Paulmichl und das „Weihnachts-Wiegenlied“ von J. Rutter, in denen das gesamte Ensemble gefragt war, als Höhepunkte der gut einstündige Darbietung zu betrachten. Dabei fanden sich Vokalisten und Instrumentalisten zu einem fein abgestimmten Musizieren zusammen.

Nicht minder ansprechend waren die Einzeldarbietungen. Largo-Allegro aus der sechsten Flötensonate von Antonio Vivaldi wurde von Annemarie Bothe bravourös gemeistert. Auch das Vivace aus der zweiten Triosonate von G. Ph. Telemann, wo sich neben Continuo und Traversflöte die Violine hinzugesellt, vermittelte eine enorme Lebendigkeit. Besinnlicher ging es in dem anonym überlieferten englischen Weihnachtslied „What Child is this?“ in der Bearbeitung für Flöte und Violine zu. Die Anklänge ans bekannte „Greensleeves“ waren nicht zufällig. Ausdrucksvoll und mit vollem Ton brachte Anne Knabe-Spils das Andante cantabile op. 1 von Camillo Schumann auf der Violine zu Gehör. Hierbei als auch in sämtlichen anderen Musikbeiträgen erwies sich Ursula Kleier als einfühlsame Begleiterin an der Orgel und am Klavier.

Ausdrucksbetont und gepaart mit der vom Komponisten geforderten Subtilität gestaltete Elisabeth Göken, Mezzosopran, das „Mariae Wiegenlied“ von Max Reger. Das Klavierlied „Der Nikolaus“ von W. Weismann erfuhr in der Wiedergabe durch Heinrich kl. Siemer beredten Ausdruck. Das war ebenfalls der Fall im „Dirait-on“ von Morten Lauridsen für Mezzosopran, Bass und Klavier.

Auch die Zuhörer waren wiederum ins Programm eingebunden. Neben dem Kyrie-Ruf folgte zum Mitsingen der Adventschoral „Es kommt ein Schiff geladen“ sowie der Kanon „Weihnachten will es nun werden“ von E. Ziesmann als traditionelle Zugabe.

Das Publikum dankte ausgiebig mit begeistertem Applaus. „Quintabile“ wird mit diesem Programm nochmals am Donnerstag, 4. Dezember, um 19.30 Uhr in der Kapelle des Cloppenburger St.-Josefs-Hospital zu erleben sein.