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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Klassik: Festes Ritual in unzähligen Wohnzimmern auf der Welt

28.12.2015

Wien „Prosit Neujahr“: Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker gehört zum festen Ritual in unzähligen Wohnzimmern. Nach der Silvesternacht wird der Jahresanfang mit eingängigen Werken der Musiker-Dynastie Strauss begangen. Mittlerweile ist es ein weltumspannendes Fernsehereignis mit Millionen von Zuschauern. Das ZDF überträgt das Konzert am 1. Januar um 11.15 Uhr.

„Dieses Konzert hat längst die Bedeutung einer Botschaft der Völkerverständigung und des Friedens bekommen“, sagt der Dirigent Mariss Jansons. Der 72 Jahre alte Lette leitet 2016 zum dritten Mal nach 2006 und 2012 den bunten Reigen aus populären Stücken und selten aufgeführten Raritäten.

Das erste Neujahrskonzert gab es 1941 unter der Leitung von Clemens Krauss – damals noch unter dem Titel „Johann Strauss-Konzert Philharmonische Akademie“. Den Nazis und ihrer Propaganda kam das Konzert sehr gelegen. Der „Großdeutsche Rundfunk“ übertrug aus Wien bis an die Front. Man dürfe das Konzert mit seiner wunderschönen Musik jedoch nicht politisch denken, sagt Jansons.

Heute wird das Konzert in mehr als 90 Länder übertragen und von etwa 50 Millionen TV-Zuschauern verfolgt. Wegen der großen Nachfrage aus aller Welt werden die Karten für das Konzert verlost.

Auf dem Programm stehen üblicherweise Walzer und Polkas des 19. Jahrhunderts aus dem Repertoire der österreichischen Strauss-Familie – vor allem von Johann (Vater), Johann (Sohn) sowie Josef und Eduard Strauß. Regelmäßig werden auch Werke anderer Komponisten eingestreut.

Dabei war der Unterhaltungscharakter auch innerhalb der Wiener Philharmoniker zunächst umstritten. Viele der Musiker waren anfangs gegen „diese Tanzmusik“, wie aus Protokollen hervorgeht.

Die Liste derer, die am 1. Januar im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins am Pult standen, ist eindrucksvoll. Unter anderen waren Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Nikolaus Harnoncourt, Herbert von Karajan und Riccardo Muti bereits vertreten.

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