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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Viel Schlamm, wenig Panama aber dafür „nervender Nieselregen“

26.06.2017

Scheeßel Eigentlich tun Stephan Thanscheidt und seine Kollegen von FKP Scorpio das ganze Jahr über alles dafür, damit es den mehr als 75.000 Besuchern auf dem Hurricane in Scheeßel an nichts mangelt – außer an Langeweile. Wenn Jan Bauer aber sagt, er und seine Mitarbeiter hätten sich „fast schon gelangweilt“, dann ist das eine gute Nachricht für den Festival-Chef – denn Jan Bauer ist der örtliche Leiter des Deutschen Roten Kreuzes. „Es geht allen gut“, erklärte Bauer auf einer Pressekonferenz in Scheeßel am Sonntagnachmittag.

Größtes Festival Norddeutschlands

Das Hurricane ist mit ca. 75 000 Besuchern das größte Musik-Festival in Norddeutschland. An vier Tagen traten am Eichenring in Scheeßel (Kreis Rotenburg) mehr als 100 Bands auf.

Bei der 21. Austragung traten Acts wie Linkin Park, Green Day, Casper, Clueso und Imagine Dragons auf. Weitere Berichte lesen Sie am Dienstag in ihrer NWZ sowie auf

   

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Etwas mehr als 2000 Hilfeleistungsfälle habe sein Team bis zum Sonntagnachmittag gehabt. Außerdem habe es 93 rettungsdienstliche Einsätze gegeben, ergänzte die leitende Notärztin Dr. Dorothea Hebebrand, darunter die „festivalüblichen“ Sachen wie allergische Reaktionen und Frakturen. Thanscheidt blickte auf ein „tolles Festival-Wochenende“ zurück: „Es gab keine größeren Probleme, bis auf das Unwetter am Donnerstag. Seitdem nur nervenden Nieselregen.“

Und auch Heiner van der Werp von der Polizeiinspektion Rotenburg freute sich über ein ruhiges, aber auch über ein sicheres Festival. Aufgrund der Terrorwarnung beim Rock am Ring Anfang Juni hatte die Polizei ihr Aufgebot erhöht. „Wir waren mehr, und wir waren anders bewaffnet“, erklärte van der Werp.

Taschen- und Rucksackverbot akzeptiert

Das Taschen- und Rucksackverbot, das in diesem Jahr erstmals eingeführt wurde, sei von den Besuchern positiv aufgenommen worden, meinte van der Werp. Lediglich bei der Anfahrt am Donnerstag habe es Probleme gegeben. „Scheeßel war zugelaufen, viele Leute standen stundenlang im Stau. Da müssen wir nacharbeiten, damit das im nächsten Jahr besser fließt.“

Gut lief dagegen das neue Sicherheitskonzept. Nach diesem kann jeder Besucher, der irgendeine Hilfe benötigt oder sich unsicher fühlt, irgendeinen Mitarbeiter nach dem Weg nach „Panama“ fragen. Und umgehend wird ihm geholfen. „38 Panama-Hilfeleistungsfälle sind allesamt harmonisch verlaufen“, zog Jan Bauer Bilanz.

Das trifft auch auf das Festivalprogramm zu. Trotz anhaltenden Regens konnten nahezu alle Konzerte stattfinden und pünktlich beginnen. Nur der Auftritt des Rappers Haftbefehl fiel aus. „Hafti“ habe es „aus obskuren Gründen“ nicht zum Gelände geschafft. Beim Schwester-Festival Southside hingegen habe er seinen Auftritt wahrgenommen.

Musik bei Green Day „zu leise“

Kritik gab es jedoch vonseiten der Fans an der Lautstärke der Headliner Blink 182 und vor allem Green Day: Die Musik sei vor der Hauptbühne sehr leise gewesen. Das habe jedoch jede Band selbst in der Hand, erklärte Hurricane-Chef Thanscheidt: „Ich hatte bei Green Day auch den Eindruck, dass es leise war – leider.“

Bei anderen Bands habe man gesehen, dass es lauter geht, betonte Thanscheidt.

Mathias Freese
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2032

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