Burhave - Verträumt und bewegt stehen 1500 Schaulustige am Rand der Burhaver Nordsee-Lagune. Sie sind berührt, wie die beiden Urgewalten Feuer und Wasser in dem Badesee aufeinander treffen. Lodernde Flammen und sprühende Funken tauchen die ganze Lagune in ein Meer von Flammen und atmosphärische Lichtspiegelungen auf der Wasseroberfläche.
Bei der Veranstaltung „Lagune in Flammen“ am Sonnabend entführt die vierköpfige Formation „La Marabunta“ mit ihrer Feuershow die Zuschauer vor der einzigartigen Kulisse in wahre Feuer-Träume. Knapp 20 Minuten wirbeln die Künstler mit Feuer in verschiedenen Formen herum und versprühen heiße Funken auf einem Ponton mitten in der Lagune. Dazu gibt es stimmungsvolle Musik – von Tango bis zu moderner Popmusik.
Der stimmungsvollen und rasanten Feuershow schließen sich fast magische Momente an: 40 Rettungsschwimmer der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) steigen mit brennenden Fackeln ins Wasser und schwimmen musikalisch begleitet ähnlich einer Perlenkette durch die Lagune.
Begeisterter Applaus
Nachdem alle Rettungsschwimmer am gegenüberliegenden Ufer zum Abschied mit den Fackeln winken, brandet für das größte Fackelschwimmen der Region begeisterter Applaus auf.
Doch die Zuschauer haben nicht viel Zeit, sich von den Eindrücken zu erholen, denn nun beginnt das große Höhenfeuerwerk und erstrahlt den Himmel und die Lagune in bunten Farben. Dazu dröhnt aus Lautsprechern klassische Musik.
Während der Veranstaltung sorgten auf gleich zwei Bühnen DJ Kiko und die Liveband Joy für musikalische Unterhaltung. Kinder konnten mit dem Animationsteam der Touristikgesellschaft Stockbrot backen oder schwimmende Lichter basteln. Die Lichter wurden zu einem „Lichtermeer der guten Wünsche“ zu Wasser gelassen. Allerdings erwiesen sie sich als wenig schwimmtauglich. Die Kerzen erloschen rasch.
Damit am abendlichen Spektakel und auch bei der anschließenden Strandparty kein Magen knurrte, hatte der Gastronom der Lagune diverse Imbissstände und Getränkebuden aufgestellt.
Tapfere Gäste
Veranstaltungsleiterin Nora Werner und ihr Team von der Touristikgesellschaft zogen erfreuliche Bilanz: Alles sei problemlos nach Plan verlaufen. Nur das Wetter habe dann und wann einen Strich durch die Rechnung gemacht, denn ausgerechnet während der Vorführungen habe es immer wieder kleinere Regenschauer gegeben. „Aber die Gäste haben tapfer durchgehalten und sind das Nordseewetter ja auch gewohnt.“ Allerdings fiel die Besucherzahl mit 1500 geringer aus als während der total verregneten Veranstaltung im Vorjahr.
