Stadland - Da hat der Bürgerverein Augustgroden noch mal Glück gehabt. Um ein Haar wäre der große Sträucherhaufen auf dem Platz in Hobenbrake vorzeitig ein Opfer der Flammen geworden. Nur durch einen glücklichen Umstand konnte das Osterfeuer am Deich gerettet werden.
Unbekannte wollten es am Sonnabend gegen 7 Uhr in Brand setzen. Zuerst entdeckte Familie Köhne, die mit ihrer Bauerei in Sichtweite des Osterfeuers beheimatet ist, eine Qualmwolke und fuhr zum Platz. Anfängliche Versuche der ebenfalls herbeigeeilten Nachbarn, mit Wassereimern den beginnenden Brand zu bekämpfen, scheiterten. Schnell alarmierten sie den Vorsitzenden des Bürgervereines Augustgroden, Hergen Hülstede, und die Feuerwehr. Den Feuerwehrleuten aus Seefeld und Reitland gelang es, die Flammen zu löschen.
Hilfe angeboten
Hergen Hülstede setzte zudem einen Bagger ein, um das Brandnest auseinanderzuziehen. Blitzschnell habe sich die Nachricht im Dorf verbreitet, berichtet die Schriftführerin und Pressewartin Gisela Boelen. Befreundete Vereine boten an, mit Strauchgut auszuhelfen. Das freute natürlich den Vorstand, der aber Entwarnung geben konnte, weil nur ein kleiner Teil des Sträucherhaufens vorzeitig verbrannt war.
Das verbliebene Strauchgut war allerdings pitschnass und musste wieder aufgeschichtet werden. Am Abend, als es schließlich offiziell angezündet wurde, kam das Osterfeuer daher nur schwer in Gang. Auch der Platz stand an einigen Stellen noch unter Wasser. Darin spiegelten sich die Flammen und gaben ein bizarres Bild ab.
Traditionell mit Fackeln wurde das Reitlander Osterfeuer am Sonntag entfacht. Es zog viele Besucher an. Bei kalten Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, aber trockenen Bedingungen hatte das Feuer keine Mühe, in den riesigen Sträucherhaufen einzudringen. Die Flammen aus dem zum Anzünden eingesetzten Stroh stiegen blitzschnell in die Höhe. Rund 40 Kinder und die Mitglieder der Jugendfeuerwehr sahen ihren Fackeln hinterher und freuten sich über das Spektakel.
Die Reitlander Osterfeierlichkeiten gingen nach dem Abbrennen des Höhenfeuerwerks im vergrößerten Festzelt vor dem Feuerwehrhaus weiter. Ein positives Fazit zog Jörg Wiggers, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Reitland, in Bezug auf die eigens für das Osterfeuer eingerichteten Busverbindungen. „Das ist verkehrstechnisch sehr gut gelaufen. Wir hatten keine Staus und keine Parkplatzprobleme“, berichtete er.
Die ganze Nacht sorgte die Freiwillige Feuerwehr für einen reibungslosen Verkehr und auch dafür, dass die Besucher nicht falsch parkten und die Straße blockierten. Zu später Stunde bereitete ein in den Graben gefahrenes Auto kurzzeitige Schwierigkeiten. Ein Abschleppdienst musste es herausziehen.
Die Busse beförderten die ganze Nacht über Hunderte von Besuchern zum Festplatz. Im Partyzelt wurden rund 2600 Gäste gezählt, die bis zum Morgengrauen feierten. Beim Publikum kam die Band Into the Light aus Weyhe, die ihre Premiere in Reitland hatte, mit ihrer Fetenmusik gut an.
Bürgerverein übernimmt
Zum ersten Mal zeichnete der Schweier Bürgerverein für das Osterfeuer am Bahndamm verantwortlich. Und es gab auch gleich einige Veränderungen. Die neue Kinderbeauftragte Julia Bookmeyer hatte 40 Ostereier auf dem Weg zum Festplatz versteckt, die die jungen Besucher finden mussten. Später bekamen sie eine bunte Tüte mit Süßigkeiten. Statt Stockbrot wurden Marshmallows am Lagerfeuer gegrillt, was bei den Kindern und Erwachsenen gut ankam. Bevor das Osterfeuer angezündet wurde, hielt Pfarrerin Heike Jakubeit eine kleine Andacht und stimmt die Gäste auf das Fest ein.
