Hannover - Radio ffn ist der meistgehörte Privatsender in Niedersachsen. Allerdings musste der Sender Einbußen im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen, zeigte die am Mittwoch vorgestellte Media-Analyse: In der für die werbefinanzierten Sender wichtigen Kategorie der Hörer pro durchschnittlicher Stunde verlor ffn 48 000 Hörer, ein Rückgang von gut zehn Prozent. „Wir wollen bei der Musik aktueller werden“, kündigte ffn-Geschäftsführer Harald Gehrung an. Nach einer internen Programmbewertung trage dies inzwischen Früchte bei den Hörern.

Radio ffn belegt den dritten Platz im Ranking der meistgehörten Sender. Im Norden sind die NDR-Sender und die Programme von Radio Bremen weiterhin erste Wahl. Auf Platz vier in der Beliebtheitsskala der niedersächsischen Radiohörer landete mit einem leicht geringeren Marktanteil Antenne Niedersachsen. Die Zahl der Hörer pro durchschnittlicher Stunde blieb mit 279 000 indes stabil.

Bundesweit wurde der Vorsprung der öffentlich-rechtlichen Radiosender vor der Privatkonkurrenz geringer. Die ARD-Wellen verloren innerhalb eines guten halben Jahres mehr als eine Million Hörer. Die private Konkurrenz büßte ebenfalls ein – aber nur 250 000 Hörer.

In Niedersachsen liegt der Marktanteil der NDR-Programme in der Summe weiter bei gut 50 Prozent. Meistgehörter Sender bleibt bei leichten Verlusten NDR 1, der Marktanteil sank von 25,2 auf 25,0 Prozent. NDR 2, der Zweitplatzierte, konnte Hörer dazugewinnen – der Marktanteil stieg auf 20,2 Prozent.

Sender, Werbekunden und Werbeagenturen geben die Media-Analyse mit bundesweiten Interviews in Auftrag, 70 000 Menschen werden befragt. Vor allem für die Privatsender sind die Zahlen von Bedeutung. Denn je besser ein Programm ankommt, desto höher sind die Werbeeinnahmen.