Deitlevsen - Vier Meter große, bunte Holzfiguren wecken die Aufmerksamkeit der Autofahrer zwischen Hameln und Bad Pyrmont. „Die Buchstabensucher“, in der Art von Strichmännchen, stehen auf Feldern, an Straßen, Gebäuden, Zäunen und Scheunentoren. Initiator dieser Land-Art-Installation ist der Künstler Hans Witte. „Die Figuren symbolisieren die Suche nach Buchstaben, nach richtigen Sätzen, nach der richtigen Sprache und im weitesten Sinne nach der Kommunikation“, sagte Witte, der sich als Gymnasiallehrer für Deutsch und Kunst ein Leben lang mit Schrift und Kreativität beschäftigt hat. Kommunikation erweise sich heutzutage häufig als schwierig und erfolglos, auch die Buchstabensucher fänden keine Buchstaben.

25 Figuren hat er in wochenlanger Arbeit gebaut und installiert. Dafür hat Witte etwa 400 Meter Dachlatten und Kanthölzer verarbeitet. Die Hölzer sind in verschiedenen Farben angemalt. „Bei Land-Art-Ausstellungen bestimmt die Landschaft, wie die Objekte sein sollen. Das Wetter spielt dabei eine Rolle, die Buchstabensucher müssen also stabil sein und Regen und Wind standhalten“, sagte der pensionierte Lehrer. Zudem habe der Hintergrund unterschiedliche Farben, je nach Standort.

Seine aktuelle Installation knüpft an das vor fünf Jahren auf Feldern aufgestellte ABC in einem überdimensionalen Jugendstil-Alphabet an. In seiner Galerie „Edition Einstein“, die ihr 25-jähriges Bestehen feiert, zeigt Witte auch eine Fotodokumentation zu der aktuellen Ausstellung. Die Installation ist noch bis Ende September zu sehen.