Hude/Kirchkimmen - „Die Kunst der Reduktion“ lautet der Titel einer neuen Ausstellung in der Galerie am Stall in Kirchkimmen. Galerist Frank L. Giesen ist es gelungen, die renommierte Künstlerin Martine Andernach für die Ausstellung zu gewinnen. Gezeigt werden Skulpturen aus Stahl und Stein sowie Collagen.

Insgesamt werden 24 Werke der Künstlerin in Haus, Garten und Scheune zu sehen sein. Andernach wird bei der Eröffnung am Sonntag, 20. Juli, 11.15 Uhr, persönlich anwesend sein. Dazu gibt es Musik am Cello mit Barbara Hoffmann und einführende Worte des Oldenburger Bildhauers Herbert Blazejewicz.

„Wir kennen uns schon seit zehn Jahren“, sagt Galerist Giesen über Martine Andernach. Er freut sich, dass es jetzt geklappt hat, Andernach und ihre Kunst nach Hude zu holen. Die gebürtige Französin, Jahrgang 1948, war schon als Kind ganz fasziniert von alten ägyptischen Skulpturen. Hauptthema ihrer Arbeit ist die menschliche Figur.

Ihre Skulpturen aus Bronze, Corten-Stahl oder Stein und ihre Collagen sind laut Galerist Giesen von großer Einfachheit und Klarheit, „reduziert auf wenige kubisch-geometrische Grundformen“. Gleichwohl, berührten sie den Betrachter, weil sie ein hohes Maß an Menschlichkeit transportierten. „Es gibt sehr viel zu entdecken, man muss nur genau hinschauen“, so der Galerist. „Es sind oft die Kleinigkeiten, die erst auf den zweiten Blick auffallen.“

Eine ganz stark reduzierte Formensprache sorge mit sehr viel Raffinesse für ganz große Spannungen „von allen Seiten“. Einige der Skulpturen bestehen aus zwei Hälften, die auch durchaus variabel platziert werden können.

Martine Andernach lebt in Mülheim-Kärlich und Paris. Sie hat schon zahlreiche Einzelausstellungen bestritten. Viele ihrer Kunstwerke sind als Kunst im öffentlichen Raum zu sehen, so unter anderem Werke für die Landeszentralbank in Kaiserslautern, für die Sporthalle oder zum Beispiel für das Bundeswehrkrankenhaus in Koblenz.

Eines ihrer Wandobjekte ist auch bei der Schau in der Galerie am Stall zu sehen. „Arcane“ hat sie es genannt. „Ihre Wandreliefs befinden sich flach an der Wand, wirken aber trotzdem sehr sehr stark räumlich“, so Giesen.

Die Ausstellung ist zu sehen bis zum 10. August (donnerstags und freitags von 15 bis 19 Uhr, sonntags von 11 bis 18 Uhr). Besichtigungstermine darüber hinaus können vereinbart werden unter t   0 44 08/80 99 848.

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude