Bad Zwischenahn - Mit Fotokunst und Plastiken hat das Galerie-Büro vom Verein der Kunstfreunde wieder ein neues Gesicht. In der Reihe „Kunst im Büro“ zeigt Kirsten Elsken künstlerische Fotos, Mechthild Menzel präsentiert Skulpturen in Stahl und Beton.

Die Arbeiten von Fotodesignerin Elsken zeichnen sich durch reduzierte Farbigkeit aus, denn ein Schwerpunkt ihres Schaffens ist die Umwandlung von Farbbildern in Schwarzweiß-Fotos. „Ich fotografiere grundsätzlich in Farbe und nehme sie anschließend durch digitale Bildbearbeitung wieder heraus“, beschreibt sie ihre Arbeitsweise. Dabei hebt sie manchmal nur ein prägnantes Detail farbig hervor. So zeigt ein Foto eine Wendeltreppe in schwarz-weiß aus einer interessanten Perspektive, deren rötlicher Holzstreifen den Betrachter aufwärts zu führen scheint. Ihre Liebe zum Meer drückt sich in vielen ihrer Bilder aus. Sie experimentiert mit Perspektive, Formen und Mustern, aber auch Collagen finden den Weg in ihre Bilder. Ihr Motto lautet: „Das schlechteste Bild ist das, welches nicht gemacht wurde.“ Kirsten Elsken, geboren 1960, wuchs in Flensburg auf und lebt seit 14 Jahren in Oldenburg. Sie fotografiert seit 20 Jahren, zunächst analog, seit drei Jahren digital. Was als Hobby begann, wurde durch Ausbildung zur Fotodesignerin im letzten Jahr zum Beruf. Fotografie als künstlerischer Ausdruck ist ein Teil davon.

Ganz anders drückt sich Mechthild Menzel aus Cloppenburg künstlerisch aus. Ihre Plastiken haben die menschliche Figur zum Thema. Aus den scheinbar schweren Werkstoffen Beton und Stahl kreiert sie filigrane Gestalten in schlank aufstrebender Leichtigkeit. So präsentiert sich eine Tänzerin mit erhobenem Bein zum Spagat, während eine andere Frauen-Figur scheinbar schwebend daher kommt – luftig umspielt von losem Stoff aus Beton, den die Künstlerin um ein Stahlgerüst modelliert hat. Diese Technik hat die Autodidaktin selbst entwickelt: Sie überzieht ein Gerüst aus Stahl mit einer speziellen Betonmischung.

Mechthild Menzel wurde 1965 in Garrel geboren. Sie lebt und arbeitet in Cloppenburg. Auf der Suche nach einem interessanten Hobby begann die kaufmännische Angestellte vor sechs Jahren, Plastiken in Beton zu gestalten. Mittlerweile waren ihre Werke schon auf etlichen Ausstellungen zu sehen, wie auf der jüngsten Zwischen-Art.

Die Ausstellung ist bis zum 31. August zu sehen im Verein der Kunstfreunde, Bahnhofstraße 7. Geöffnet ist montags bis freitags von 10 bis 12.30 Uhr und von 15 bis 17.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.