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Filmfest-Umzug trifft auf Bedauern und Verständnis

Betrifft:

„Kein Happy-End für Traditionskinos

“ (NWZ vom 25. Juli) und „Kein Happy-End im Kino-Streit (NWZ v. 3. August)

Dass Herr Neumann es vorzieht, die Zusammenarbeit mit „Wall“ und „Casablanca“ aufzukündigen, mag man bedauern oder nicht. Ich persönlich tue es, weil diese beiden Häuser mehr „Atmosphäre“ bieten als dieser unpersönliche Cinemaxx-Bau am Stau, dem man von außen noch nicht einmal ansieht, dass es sich um ein Kino handelt (...)

Willi Wernerus

Oldenburg

*

Die Realität hat (...) längst veraltete Kinobetriebe eingeholt. Vorne wird noch mimosenhaft gestritten und nachgekartet, während hinter den Kulissen jeder weiß: Es geht (...) auch um die „Gutsherrenart“, mit der hier seit Jahren Mängel weggeredet werden.

(...) Ich war immer positiv angetan vom Flair, den das Wall-Kino hat, auch nach der gelungenen Renovierung durch Dr. Roßmann. Nur: Die ging an der Technik wohl vorbei. Wenn die Qualität der Filmdarbietung hinter der im Cinemaxx hinterherhinkt, dann muss sich Dr. Roßmann nicht über sinkende Zuschauerzahlen wundern (die er anders begründet).

Beim Oldenburger Filmfest werden gewisse Anforderungen an die Übertragung von Film und Ton von Seiten internationaler Regisseure und Produzenten gestellt, die im Wall und im Casablanca nur teilweise erfüllt werden.

Im Cinemaxx, dem „schlimmen Kommerzkino“, werden die Oldenburger demnächst Filme in High Definition (Generalprobe HDTV bei der FIFA WM erfolgreich verlaufen) und erstklassigem Sound sehen, während man sich im Wall/Casablanca immer noch fragt, worüber hier gesprochen wird.

Wenn das Oldenburger Filmfest so groß geworden ist, dass Umfang und Ehrengäste des Eröffnungsabends einen Rahmen wie den des Staatstheaters benötigen, dann ist das eben so. Vielleicht muss es in ein paar Jahren die Weser-Ems-Halle sein. Ist doch gut so, für das Filmfest und für Oldenburg. Der Markt hat längst entschieden, aber am Pferdemarkt wird noch der seligen siebziger und achtziger Jahre gedacht.

Axel Nerger

Oldenburg

*

Welche Gründe auch immer die Veranstalter bewogen haben mögen, das Oldenburger Filmfest nicht mehr im Wallkino und Casablanca, sondern ausgerechnet im Cinemaxx stattfinden zu lassen – die Entscheidung ist skandalös. Wall und insbesondere Casablanca standen und stehen mit ihrem anspruchsvollen, preisgekrönten Programm für eine Film- und Kinokultur, die auch das Filmfest prägt und trägt, die jedoch das Cinemaxx und andere Konzernkinos mit ihrer Spekulation aufs Massenpublikum systematisch vernichten. (...) Bleibt zu hoffen, dass die Oldenburger Film- und Kinofreunde diese Veranstaltung boykottieren.

Dr. Klaus Modick

Oldenburg
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