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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Filmische Erfolge für Menschlichkeit

13.02.2008

BERLIN Mit dem ersten Dokumentarfilm in der Geschichte des Berlinale-Wettbewerbs ist das internationale Filmfest von Berlin am Dienstag in seinen sechsten Wettbewerbstag gegangen. Der britische Beitrag „Standard Operating Procedure“ von Oscar-Gewinner Errol Morris über die Misshandlungen Gefangener im irakischen Gefängnis Abu Ghraib durch US-Soldaten versucht sich der Frage zu nähern, ob die bekannt gewordenen Fotos eine systematische Folter belegen.

Ferner gingen die koreanische Produktion „Bam Gua Nat“ („Nacht und Tag“) von Hong Sangsoo sowie Mike Leighs „Happy-Go-Lucky“ ins Rennen um die Bären. Alle drei Filme sind Weltpremieren. Regisseur Mike Leigh erzählt in seiner Komödie „Happy-Go-Lucky“, die übersetzt „leichtfüßig“ bedeutet, von der jungen idealistischen Lehrerin Poppy (Sally Hawkins) im Norden Londons. In „Nacht und Tag“ schickt der Koreaner Hong Sangsoo seinen Protagonisten ins Exil, nachdem ihm in Korea eine Gefängnisstrafe wegen Marihuana-Konsums droht.

Am Montagabend hatte die Wohltätigkeits-Gala „Cinema for Peace“ zum siebten Mal viele Stars angelockt, darunter die Schauspieler Hilary Swank, Joseph Fiennes, Catherine Deneuve und Christopher Lee. Ben Kingsley, der in dem Berlinale-Wettbewerbsfilm „Elegy“ und in Brad Andersons „Transsibirian“ im Rahmen der Berlinale-Reihe „Panorama“ zu sehen war, erhielt eine Auszeichnung für sein Lebenswerk.

Musiker Bob Geldof würdigte die Feier als „einzige Veranstaltung auf dem Planeten“, bei der es nicht um Filmerfolge im Sinne von Einspielergebnissen, sondern um Filmerfolge im Sinne von Menschlichkeit gehe. „Cinema for Peace“ sei inzwischen „vielleicht schon ein bisschen wichtiger als die Berlinale selbst“, sagte Geldof vor rund 700 geladenen Gästen.

Dafür wird es am Mittwoch auf dem Filmfest wieder glamourös. Pop-Ikone Madonna hat sich zur Pressekonferenz und zur Premiere ihres ersten Spielfilms, bei dem sie Regie führte, angekündigt. „Filth and Wisdom“ läuft in der Reihe Panorama und nimmt nicht am Wettbewerb teil. Ebenfalls am Mittwoch wird Karlheinz Böhm mit der Berlinale Kamera geehrt.

In der Gunst der Kritiker der Film-Zeitschrift „Screen“ liegt zur Berlinale-Halbzeit der auch mit acht Oscars nominierte „There Will be Blood“ von Regisseur Paul Thomas Anderson mit Abstand vorn. Anderson bekam vor acht Jahren für „Magnolia“ in Berlin den Goldenen Bären.

Infos unter: www.berlinale.de

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