Wildeshausen - „Die Frauen haben die Leidenschaft fürs Angeln entdeckt“, sagte Jens Pfänder, Vorsitzender des Fischereivereins Wildeshausen, am Sonntag auf der Jahreshauptversammlung im Hotel Gut Altona. Acht Petrijüngerinnen haben den Vorbereitungskurs auf die Fischerprüfung mit Bravour absolviert. 62 Frauen zählt der Verein inzwischen.
Mit insgesamt 1390 Mitgliedern geht es ins neue Jahr. 126 Neulinge wurden in den vergangenen zwölf Monaten aufgenommen. Auch die Jugendgruppe zeigt ein leichtes Plus: 86 Jungen und Mädchen kamen hinzu.
Eine Erfolgsgeschichte bleibt auch die Wiederansiedlung von Lachs und Meerforelle. 155 000 Salmoniden sind im Frühjahr im vereinseigenen Bruthaus geschlüpft. Aktuell schwimmen in den Brutwannen 109 000 Eier. 160 Meerforellen und drei Lachse seien in den vergangenen Wochen in den Brutbächen gefangen worden, berichtete Tobias Siemer, 2. Vorsitzender.
Insgesamt 28 000 Euro wurden zur Wiedereinbürgerung bzw. Bestandserhaltung von Fischarten wie Aal oder Zander investiert. „Seltene Fischarten wie Mühlkoppen zeugen von der guten Qualität und der Artenvielfalt“, berichtete Ralf Siemer, Beauftragter für Umwelt- und Naturschutz. Aufwändigstes Projekt sei in diesem Jahr die Sanierung des Strangmann-Altarms in der Wiekau gewesen, sagte er.
Siemer freute sich über die erfolgreiche Schul-AG „Gewässerschutz“. Die Hunte-, Haupt- und Realschüler bauen im Altoner Mühlbach Kiesbänke und Strömungslenker ein und nehmen Gewässeruntersuchungen vor.
Hilmer Bierans übernimmt kommissarisch das Amt des 3. Jugendwartes. Er folgt auf Peter Sperling, der nach über sieben Jahren das Amt aufgab, „da er seine eigene Jugendgruppe gegründet hat“, so Pfänder.
Heiko Bitter wurde als Jahresbester der sieben Gemeinschaftsangeln geehrt. Den Salmonidenpokal holte Tobias Siemer (Meerforelle, 77 Zentimeter, 5940 Gramm). Die Auszeichnung für den besonderen Friedfisch sicherte sich Pascal Nustedt (Schleie, 45 cm, 3 Pfund). Einen großen Zander fing in diesem Jahr Florian Fischt (10 600 Gramm, 98 Zentimeter).
