Burhave - Mit einem großen Sommerfest wurde bereits im Juli das 40jährige Bestehen des Kindergartens der evangelischen Kirchengemeinde Burhave gefeiert. An diesem Sonntag folgte nun eine offizielle Feierstunde zum Jubiläum mit einem Gottesdienst und einem anschließenden Empfang im Kindergarten an der Alma-Rogge-Straße.
Für den Gottesdienst schlüpften zehn Kinder in bunte Vogelkostüme und spielten im Altarraum die „Vogelhochzeit“ mit Liedern von Rolf Zuckowski nach. Passender zum Kindergarten-Jubiläum hatte das Stück wohl nicht sein können, handelt es doch von einem Vogelpärchen, das Nachwuchs erwartet und sich voller Hingabe um diesen Nachwuchs kümmert. Seit 40 Jahren hätten sich auch der Kindergarten in Burhave und seine Mitarbeiterinnen liebevoll um den Nachwuchs in der Kirchengemeinde gekümmert, sagte Burhaves Pastor Klaus Braje. Er freut sich, dass sich in den vergangenen 40 Jahren einiges geändert habe.
In den Anfangszeiten sei immerhin der Pastor auch der Leiter des Kindergartens gewesen und er habe beispielsweise über jede ansteckende Erkrankung der Kinder informiert werden müssen, blickte die heutige Kindergartenleiterin Astrid Unland in die Vergangenheit zurück. Am 6. November 1972 hatte der Burhaver Kindergarten seinen Betrieb aufgenommen – zunächst in der Burhaver Pastorei, dann in Räumen des Bauhofes am Marktplatz und auf den Tag genau seit 23 Jahren im Neubau an der Alma-Rogge-Straße.
Bescheiden waren vor allem die Anfänge, denn die Betreuerinnen erhielten für ihre Arbeit zunächst nur eine ganz kleine Entlohnung. „Wenn man sich das heute ansieht, so war das weniger Geld als heute die Eltern für ein Kind an Gebühren zahlen müssen“, berichtete Astrid Unland aus den Unterlagen.
Dass er sehr froh über die Kooperation bei den Kindergärten in Butjadingen zwischen Gemeinde und den Kirchengemeinden sei, sagte Bürgermeister Rolf Blumenberg vor den heutigen und ehemaligen Erzieherinnen des Burhaver Kindergartens, den Mitarbeiterinnen der anderen Butjenter Kindergärten sowie Vertretern des Gemeindekirchenrates und des Gemeinderates. In der Wesermarsch sei Butjadingen die einzige Gemeinde, in der es diese Zusammenarbeit flächendeckend gebe. Das mache ihn stolz und glücklich.
So teilten sich Gemeinde und Kirche die Aufgaben bei der Kinderbetreuung: Während die Gemeinde des größten Teil der finanziellen Mittel beitrage, stellten die Kirche und die Mitarbeiter die Betreuung und das Leben mit gemeinsamen Werten, Liebe und Vertrauen sicher, so Rolf Blumenberg. Für diese 40-jährige Partnerschaft dankte er ausdrücklich der Kirchengemeinde und den Erzieherinnen, die mit großem Engagement sich um die Kinder bemüht haben. Er hoffe, dass diese Zusammenarbeit zum Wohle der Kinder noch viele Jahre bestehen bleibe.
Dies wünschte sich auch Pastor Klaus Braje. Mit Blick auf die Zukunft könne es überhaupt keinen anderen Weg in der Kinderbetreuung geben als die in Butjadingen schon seit Jahrzehnten praktizierte Zusammenarbeit. „Und da spielen wir gerne eine Vorreiterrolle in der Wesermarsch“, so Klaus Braje.
