Hude - Die Mitglieder des Fördervereins der Diakonie-Sozialstation Hude trafen sich am Dienstag zur Jahreshauptversammlung. Sie behandelten die großen und kleinen Themen, die den Förderverein im vergangenen Jahr beschäftigten. Vorsitzender Rolf Carspecken eröffnete die Sitzung streng nach Vorschrift. Er freute sich, den Anwesenden mitteilen zu können, dass beim Bürgerfest 2012 Einnahmen in Höhe von 1700 Euro verzeichnet werden konnten und dankte noch einmal allen Helfern für ihr Engagement.

Die Rechnungslegung für das Jahr 2011 brachte zu Tage, dass die Einnahmen durch Spenden höher waren, als die Summe der Vereinsbeiträge. Dies sei aber wenig verwunderlich, erklärte Carspecken, denn „eine Struktur, in der die Spenden höher sind als die Beiträge, kommt häufig vor.“ Die beiden Kassenprüfer, Adelheid Mehldau und Rolf Linnemann, bescheinigten dem Förderverein eine ordentliche Kassenführung. Linnemann erklärte, dass bei der Prüfung nichts Negatives aufgefallen sei und schlug vor, dem Vorstand die Entlastung zu erteilen. Diesem Antrag wurde durch Handzeichen einstimmig stattgegeben. Nächster Punkt auf der Tagesordnung war die Neuwahl eines Kassenprüfers, Mehldaus Amtszeit war nach zwei Jahren abgelaufen. Zu ihrer Nachfolgerin wurde Monika Saat gewählt.

Rolf Carspecken war froh, der Pflegedienstverantwortlichen der Diakonie-Sozialstationen im Oldenburger Land, Regina Logemann, einen Scheck im Wert von 10 000 Euro überreichen zu können. 2011 war die sogenannte Zeit-Spende vor allem für Beratungen und solche Leistungen genutzt worden, die nicht vom Sozialhilfeträger finanziert werden. Logemann nahm den Spendenscheck entgegen und dankte dem Förderverein für die gute Arbeit.

Ihr war es ein besonderes Anliegen den Anwesenden das Thema der ambulanten Palliativpflege, also der Unterstützung unheilbar kranker Menschen und ihrer Angehörigen, näher zu bringen. Im Anschluss an die Versammlung folgte ein Vortrag zu diesem Thema. Logemann betonte, dass die palliative Versorgung den Patienten und seine Angehörigen wie einen Mantel umhüllen solle und keineswegs mit dem Tod des Patienten beendet wäre. Angehörige müssten häufig auch in der Trauer betreut werden. Daher sei es besonders wichtig, das Palliativpflege-Netzwerk, mit speziell geschulten Kräften, auszubauen. Die Arbeiten der Palliativpflege würden die Mitarbeiter der Region häufig schon seit Jahren übernehmen. Das größte Problem sei aber die Abrechnung dieser Arbeiten. Viele Pflegekräfte würden diese in ihrer Freizeit übernehmen.

Merle Ullrich
Merle Ullrich Redaktion Brake