Die alte Stadtkirche, der Kirchenbrand am 1. Oktober 1959 und die Abrissarbeiten – in der Stadtkirche Jever sind eindrucksvolle Fotos zu den Geschehnissen vor 60 Jahren zu sehen. Harry Lüdtke, Hugo Rase, Franz Tuhy und Wilfried Zucht dokumentierten damals den Brand und die Löscharbeiten. Die ev. Kirchengemeinde – Thorsten Harland, Wilfried Fürlus, Horst Heger, Verena Voß und Hans Wegener – hat Fotos und Infos zusammengetragen. Sie sind nun auf mehreren Stelltafeln zu bewundern. Interessant auch die Augenzeugenberichte von Jeveranern, die sich an den Kirchenbrand erinnern. Die Qualmsäule, die über Jever stand, war damals bis ins Wangerland zu sehen. So erinnert sich Gudrun Köhler lebhaft an die Zeit, als nach dem Abriss der Brandruine archäologische Ausgraben stattfanden: „Der Zaun, der die Baustelle umgab, war für uns kein Hindernis. Nach Feierabend und an Wochenenden waren wir die Maulwürfe und Finder...“, schreibt sie: „Eines Tages machte unser Gottfried – Sohn des Pastors – den bis dahin größten Fund. Trophäenartig hielt er einen Totenschädel in der Hand... Dieser Fund bedeutete das Ende unserer Spielerei. Der Zaun wurde sorgfältigst verstärkt, eine Wache aufgestellt und alle Eltern darüber informiert, dass sie für etwaige Schäden zu haften hatten.“
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