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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Hollywood: Tippi Hedren wusste sich gegen Hitchcock zu wehren

10.01.2020

Frankfurt /Main Gleich ihre erste Filmrolle in Alfred Hitchcocks Horror-Klassiker „Die Vögel“ (1963) machte Tippi Hedren zum Star. Doch sie zahlte dafür einen hohen Preis. „Hitchcock belästigte mich rücksichtslos“, sagte sie 2018 der Wochenzeitung „Die Zeit“.

Hedren war eine der ersten Schauspielerinnen, die sich im Vorfeld des Weinstein-Skandals und der „#MeToo“- Bewegung zu zurückliegenden sexuellen Übergriffen äußerten. Von den Übergriffen des britischen Regisseurs und wie sie sie abwehrte, berichtete die Schauspielerin auch in ihrer Autobiografie „Tippi: a Memoir“ aus dem Jahr 2016. In den 60er Jahren war Missbrauch im Filmgeschäft kein öffentliches Thema, wie Tippi Hedren sagt: „So etwas kann nur in einem Umfeld geschehen, das die Augen verschließt.“

Am 19. Januar wird Tippi Hedren 90 Jahre alt, sie ist Mutter von Melanie Griffith und Großmutter von Dakota Johnson. Wie Grace Kelly und Kim Novak war Hedren auf der Leinwand eine jener kühlen unnahbaren Blondinen, die Hitchcock in seinen Filmen so erfolgreich einsetzte.

Im Klassiker „Die Vögel“ spielt sie das verwöhnte Society-Girl Melanie Daniels, das bei einem Flirt mit einem Anwalt in Bodega Bay einen Albtraum erlebt. Unerklärlich aggressive Möwen-, Krähen- und Spatzenscharen fallen über die Einwohner des beschaulichen Küstenortes her. Blut fließt, Panik bricht aus.

Die Dreharbeiten waren für Hedren extrem hart. „Am Ende der Szene liege ich auf dem Boden vor der Tür, die Vögel attackieren mich. Sie waren mit Kunststofffäden an mir festgebunden und reagierten panisch. “ Hedren
erhielt 1964 den Golden Globe als beste Nachwuchsdarstellerin.

Zur Schauspielerei war sie auf Umwegen gekommen. Als Nathalie Kay Hedren wurde sie 1930 in New Ulm in Minnesota geboren. Mit 22 heiratet sie den Werbefachmann Peter Griffith, 1957 kommt Tochter Melanie zur Welt. Hedrens Ehe scheitert wie auch die beiden späteren.

Tippi zieht mit ihrem Kind nach Los Angeles, um dort die Model-Karriere fortzusetzen. Doch es kommt anders. Alfred Hitchcock entdeckt die blonde Frau in einem Werbespot. Er sieht in ihr die perfekte Nachfolgerin für Grace Kelly, die nach der Heirat mit Fürst Rainier von Monaco nicht mehr zur Verfügung steht.

1964 brilliert sie in dem packenden Psychodrama „Marnie“ als attraktive, psychisch angeschlagene Betrügerin und Diebin an der Seite von Sean Connery. Die Zusammenarbeit mit dem Bond-Star gefiel Hedren: „Er war einfach großartig, mit Sinn für Humor.“ Aber Hitchcock belästigt Hedren auch bei diesen Dreharbeiten. Danach stand Hedren zwar wieder vor der Kamera, bis heute in rund 80 Film- und Fernseh-Produktionen, aber meist in eher kleinen Rollen. 2003 bekam sie einen Stern auf dem Hollywood „Walk of Fame“.

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