Elsfleth - Die Bahamas: Das sind auf der einen Seite 700 Inseln unter karibischer Sonne, Ziele tausender von Touristen mit Luxushotels und Bade- sowie Tauchspaß. Auf der anderen Seite: Der Karibikstaat – zwischen den USA, Kuba und Haiti gelegen – weist eine der höchsten Vergewaltigungsraten an Frauen weltweit auf, obwohl ein lebendiger christlicher Alltag die Inseln prägt.
Christliche Frauen der Bahamas benennen mutig und engagiert diese Schattenseite ihrer Heimat. Ihr Gottesdienst unter dem Motto „Begreift ihr meine Liebe?“ wird am Weltgebetstag am Freitag, 6. März, fast überall auf der Welt gefeiert.
Als große Basisbewegung christlicher Frauen wird der Weltgebetstag in rund 170 Ländern immer am ersten Freitag im März eines jeden Jahres ausgerichtet. Wie in vielen Kirchengemeinden Deutschlands organisieren auch in Elsfleth Frauen der evangelischen Kirchengemeinde St. Nicolai sowie der katholischen Kirchengemeinde St. Maria Magdalena den Gottesdienst, der am Freitag, 6. März, um 19 Uhr in der katholischen Kirche an der Bismarckstraße stattfindet. Im Anschluss treffen sich die Gottesdienstbesucher in der katholischen Begegnungsstätte zu einem stimmungsvollen Austausch bei karibischen Spezialitäten, Dekorationen und Musik. „Schön wäre natürlich eine karibische Steelband“, schmunzelten am Mittwochabend die Frauen bei ihrem ersten Vorbereitungstreffen im Gemeindehaus an der Peterstraße, „aber die sind im hohen Norden Deutschlands natürlich nicht so weit verbreitet“.
Ihr Treffen am Mittwoch nutzten die Frauen, um sich anhand der Materialien zum Weltgebetstag in die gesellschaftlichen Kriterien der Bahamas einzuarbeiten. In zwei Kreativgruppen wird das Team den Weltgebetstag gestalten: eine Gruppe organisiert den Gottesdienst mit Lesungen, Szenen und Gesang, die zweite Gruppe ist für das Treffen in der Begegnungsstätte verantwortlich. „Wir sind ein eingespieltes Team und ziemlich frei in der Gestaltung des Weltgebetstages“, betonte Doris Anders von der Kirchengemeinde St. Nicolai.
