Bad Zwischenahn - Auch Wind und schlechtes Wetter können die Speedwomen nicht ausbremsen. Jedes Wochenende treffen sie sich, um gemeinsam zu walken. Und das nicht nur um fit zu bleiben, sie haben sich ein ganz besonderes Ziel gesetzt: Seit einem guten Jahr unterstützen sie die Elterninitiative krebskranker Kinder Oldenburg. Auf ihre Fahne haben sich die Frauen geschrieben, Spenden zu sammeln, aber auch die Aufmerksamkeit für die Tätigkeit dieses Vereins zu steigern.
Angefangen hat alles damit, dass die Frauen gemeinsam beim Nordic-Walking-Charity-Walk ums Zwischenahner Meer teilgenommen haben. „Das könnten wir doch auch mal machen, dachten wir uns“, berichtet Heike Borchers, wie es weiterging. Das Projekt der Speedwomen nahm langsam Fahrt auf. Ein Einfall kam zum nächsten, und es blieb nicht bei den Spendenläufen. Neben den Wochenendläufen, entwickelte sich die Idee, selbst gemachte Marmeladen nicht nur an die Familie und das nahe Umfeld zu bringen, sondern auch unters Volk. Dieses Jahr wechselten sich die acht Speedwomen im Schichtsystem ab und verkauften ihre Marmeladen auf Märkten in der Region. „Insbesondere der Ortsbürgerverein Kayhausen unterstützt uns, und dafür sind wir sehr dankbar“, berichtet Sabine Meyer-Tessin.
Insgesamt haben die Speedwomen seit ihrer Entstehung die Elterninitiative krebskranker Kinder mit einem größeren Betrag unterstützt, direkte Spenden aus eigenen Aktionen, aber auch Vermittlung von Privat- und Unternehmensspenden. Die Frauen sind sich darin einig, dass es ihnen wichtig sei, den regionalen Bezug zu behalten und vor Ort einen Verein zu unterstützen, mit dem sie sich identifizieren können.
Die Elterninitiative unterstützt die Familien auf vielfältige Art und Weise: So wird eine Heilpädagogin finanziert, das Spielzimmer im Oldenburger Kinderkrankenhaus wird immer mal wieder überarbeitet, und auch bei der Betreuung der Familie des Kindes wird geholfen. Jede Familie erhält eine Begleithilfe durch den Alltag, nicht nur in Form von finanzieller Unterstützung, sondern auch durch das neue Projekt der Geschwisterbetreuung sowie die Pizza- und Frühstückstreffen. Dabei treffen sich die Eltern krebskranker Kinder einmal im Monat zum Erfahrungsaustausch.
Auch im kommenden Jahr wollen Sabine Meyer-Tessin, Petra Dobrinski, Sabine Friedrich, Heike Borchers, Roswitha von Ohlen, Christa König und Ina Meiers laufen, Marmeladen kochen und andere Aktionen starten. Das nächste Projekt wird im Februar ein Charity Walk sein.
Die Speedwomen sind sehr zufrieden mit dem, was sie in diesem Jahr erreicht haben und dankbar für all die Unterstützung, die ihrem Projekt zuteilgeworden ist. Zuversichtlich blicken sie nicht nur auf die Wolken am sonntäglichen Himmel, mit dem Kommentar: „Ach, das wird schon trocken bleiben“, sondern auch auf die Zukunft. Mit ihrem Engagement wollen sie noch vielen Kindern und Eltern einige unbeschwerte Stunden ermöglichen.
